1. Workshop "Mobile Astronomie", Tagbeobachtungen

Name: Alexander Pikhard (ed.)

Email: apikhard@eunet.at

Datum: 1. 4. 2001

Uhrzeit: 12.30 bis 14.00 MESZ

Ort: Sofienalpe

Instrument: 12" Meade LX-200, Celestron 8, Olympus Camedia C-3000

Bedingungen: Sehr klar, allerdings windig, Seeing 3-4

Bericht:

Im Rahmen des 1. Workshops "Mobile Astronomie" auf der Sofienalpe hatten wir dank des schönen Wetters reichlich Gelegenheit, uns beim Auffinden von Gestirnen bei Tag zu üben.

Star war natürlich noch immer die Sonne mit ihrer riesigen freisichtigen Fleckengruppe. Diese Aufnahme entstand mit der Digitalkamera durch das 50mm Plössl-Okular meines LX-200 und automatischer Belichtung. Die Abdunkelung der Sonne in der Mitte der Scheibe entsteht durch den Fangspiegel und den Umstand, daß ich mit der Kamera nicht optimal in der Fokalebene des Okulars war. Glas - Objektivsonnenfilter.

Auch das ist ein Schnappschuß, und zwar mit der Digitalkamera durch Anneliese Haikas Celestron-8, 17mm Plössl-Okular! Je kleiner das Instrument, desto weniger störte das Seeing. Visuell entstand der beste Eindruck in Georg Zottis Celestron 5. Hier hatte ich einen ruhigen Moment erwischt und die große Fleckengruppe mit enorm viel Detail erwischt.

Venus, nur etwas mehr als zwei Tage nach der unteren Konjunktion, nahe bei der Sonne. Die hauchdünne, noch immer weniger als eine Bogensekunde dünne Sichel tanzt durch das Seeing hin und her, in einem einigermaßen ruhigen Moment entstand diese Aufnahme durch das 21mm Pentax-Okular am LX-200.

Auch der Mond war bereits am Tag zu sehen, er war allerdings freisichtig schöner als durchs Fernrohr (was sich am Abend ändern sollte...). Auch Jupiter wurde sowohl von Georg Zotti mit seinem C-5 als auch von mir aufgefunden und mit etwas Phantasie erkannte man auch die beiden Äquatorbänder. Zuletzt versuchte ich mich noch an Capella, die eigentlich auch sehr deutlich zu erkennen war.

Fünf Objekte bei Tag, nicht schlecht...

Alexander Pikhard