Mond Finsternis

Schöpfelnähe, 09. 11. 2003

20031109tsa00.html

Beobachter:Tahir Saban
Datum:09. 11. 2003
Zeit:00.30 bis 03.10 MEZ
Ort:Schöpfelnähe
Instrument:Pentax 75
Bedingungen:

Durchsicht:sehr gut (1)
Aufhellung:gut (2)
Temperatur:3 °C
Wind:sehr stark

Bericht:

Ich musste am Wochenende leider nach Deutschland. Besonders tragisch war, dass ich die WAA Jahresversammlung (wieder) versäumte. Auf dem Rückweg am Sonntagabend klarte es in Thüringen richtung Bayern bald auf. Gegen Regensburg zog dann eine immer dicker werdende Hochnebelschicht über mich. Dann nach Passau ein klarer Himmel mit guter Duchsicht. Ich konnte selbst aus dem Auto Sterne in Horizontnähe sehen. Ich überlegte, ob ich nach Linz die Finsternis beobachten oder doch bis Wien durchfahren sollte und entschloß mich dann fürs Durchfahren. Als ich um 0 Uhr bei Hochstraß Richtung Aland bergab fuhr traf mich dann fast der Schlag. Es kamen von Osten enorme Nebelmassen und Wolkenfetzen. Da ich von Westen kommend über die bis Hochstraß guten Beobachtungsmöglichkeiten wusste fuhr bei Aland raus und zurück über Klausenleopoldsdorf Richtung Schöpfel. Hier war der Himmel so gut wie unterwegs im Innkreis.

Die Finsternis hatte schon begonnen. Ich stellte meinen kleinen Pentax Refraktor auf und versuchte die Tips von Bernhard in Fotos umzusetzen. Leider kamen immer wieder orkanartige Windstöße, so dass ich mir bei den Fotos keine großen Hoffnungen mache.

Dennoch, ich finde, Mondfinsternisse sind am besten mit blosem Auge zu beobachten. Ich fand, es war eine sehr duknkle Finsternis. Der Mondrand, der nur knapp im Kernschatten lag war deutlich heller, mit vielleicht einem Schimmer von Grau-Blau. Komischerweise erschien mir die satt im Kernschatten liegende entgegengesetzte Mondseite, vor und nach der Totalität, bräunlich rot und während der Totalität jedoch sehr dunkel.

Auffallend war auch, wie mit der Totalität die Milchstraße plötzlich markant sichtbar wurde. Das war wohl der schönste Moment der Finsternis.

LG Tahir