| Beobachter: | Alexander Pikhard | ||||||||||||||
| Datum: | 04. 03. 2011 | ||||||||||||||
| Zeit: | 19:00 Uhr MEZ | ||||||||||||||
| Ort: | Sofienalpe | ||||||||||||||
| Instrument: | 8" Bresser-Meade Messier N203/1000 auf NEQ6 pro, DBK 21AU04.AS - USB, Canon EOS 350D | ||||||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: |
Noch am Nachmittag erscheint es mir zu dunstig für einen Beobachtungsabend; doch ein recht heller Sonnenuntergang lässt mich meine Pläne spontan ändern.
Eine Analyse der Wettermodelle lässt mich heute die Sofienalpe wählen. Südostwind ist auf der Wiener Hütte genauso störend und wegen des Dunstes meide ich die Beckenlage und ziehe das Hochplateau der Sofienalpe vor. Es ist trocken dort, doch wie zu erwarten war, lässt der Südostwind die Temperatur von 0°C kälter empfinden. Ich baue mir aus Auto, Tisch und Teleskop eine kleine Burg, sie soll sich sehr bewähren. In der Abenddämmerung verabschiedet sich Jupiter. In den nächsten Tagen wird er beim Auffinden von Merkur helfen, der seine beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr demnächst beginnt.
Die Wintersternbilder um Orion neigen sich schon nach Westen.
Es ist sehr klar heute, die freisichtige visuelle Grenzgröße beträgt 5 mag, das ist für hier sehr gut. Am Winterhimmel fehlt mir eigentlich nur noch ein Projekt, nämlich die relativ kleinen planetarischen Nebel mit der Webcam aufzunehmen. Der Wind erweist sich heute aber als Spielverderber. Ich mache lediglich eine Serie vom Eskimonebel, von 80 aufgenommenen Bildern sind gerade einmal 15 brauchbar.
Der Wind legt sich etwas. Außer mit ist noch ein Beobachter mit einem beachtlichen Binokular hier, ein guter alter Bekannter unserer Beobachtungstreffen.
Ich beschließe eine weitere Fototour mit der EOS 350D.
Ich wende mich ein paar sehr hoch stehenden Objekten zu.
Der Wind legt sich weiter und ich kann auf 60 Sekunden gehen - beachtlich für die Sofienalpe.
Der Winterhimmel verabschiedet sich im Westen.
Der Frühlingshimmel ist schon sehr dominant.
Saturn steht schon ausreichend hoch. Ein Kandidat für die Webcam.
Mit 2,5m Brennweite ist der Planet leider sehr klein. Ich wage eine längere Brennweite, wissend, dass das Seeing dazu nicht gut genug ist und auch die optische Qualität des N203 an ihre Grenzen stößt.
Wenn Arkturus so hoch steht, dann beginnt die Jahreszeit der Kugelsternhaufen.
Im Nordosten kündigt sich etwas an:
Über dem Hotel Sofienalpe geht Wega auf. Es wird Sommer! :-) Und im Westen gehen Orion und Co. unter.
Ein toller Abend auf der Sofienalpe. Abbau, es ist recht frisch. Eiskratzen und die Heimfahrt antreten. |
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Ein Bericht der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie. www.waa.at |