Partielle Sonnenfinsternis am GRG 23 Alterlaa

Wien 23, 20. 03. 2015

Wolkenloser Himmel und eine partielle Sonnenfinsternis zur Unterrichtszeit. Die perfekten Zutaten für ein große Veranstaltung im Schulgarten!

Schon im Jänner hatten wir im Freigegenstand Science für die Unterstufe zwei Nachmittage mit astronomischen Themen gestaltet. Einmal ging es um die Objekte im Sonnensystem und beim zweiten Nachmittag um sichere Sonnenbeobachtung mit den beiden Teleskopen der Schule. Hier lernten einige Kinder bereits, wie man die Teleskope einstellt und betreibt.


Die Sciencegruppe beim "Trockentraining".

Am Tag der partiellen Finsternis stellten wir im Schulgarten sechs Beobachtungsinstrumente auf. Neben den beiden 11cm Newton Teleskopen der Schule war auch ein Celestron 8 Teleskop im Einsatz. Alle drei Teleskope waren mit sicheren Sonnenfiltern ausgerüstet. Weiters hatten wir ein Coronado PST Sonnenteleskop aufgestellt. Damit ist die Sonne im roten H-alpha-Licht zu sehen. Dazu kamen noch zwei sogenannte SolarScopes, eines davon ebenfalls im Besitz der Schule, in denen das Sonnenbild auf einen Karton projiziert wird. Um 9.36 ging es los und bald waren alle Stationen mit Schaulustigen besetzt.


Kurz nach dem ersten Kontakt.


Im SolarScope können viele zugleich schauen.


Durschauen beim Celestron 8.


Eines der beiden schuleigenen 11cm Newton Teleskope.


Das zweite Teleskop der Schule.


Im Coronado PST sieht die Sonne rot aus.

Auch die Handyfotos durften natürlich nicht fehlen. Besonders durch das Okular des Coronado Teleskops gelangen recht gute Fotos. Aber auch bei den anderen Teleskopen versuchten viele die verschiedenen Phasen der Finsternis zu fotografieren.


Wie bekomme ich das beste Bild?


Der Blick durch das Okular.

Der Höhepunkt der Finsternis um 10.45 fiel zufällig mit der großen Pause zusammen. Daher konnten gerade zu dieser Zeit sehr viele SchülerInnen und KollegInnen die zu etwa zwei Drittel verfinsterte Sonne und das deutlich merkbare fahle Licht bewundern. Die eigenartige Beleuchtung rund um die maximale Verfinsterung fiel sogar jenen Mädchen der 7. Klasse auf, die just zu dieser Zeit eine Mathematikschularbeit schrieben. Erst gegen 11.30 ließ der Ansturm merklich nach und nur noch ein paar Kinder blieben bis zum letzen Kontakt kurz vor 12 Uhr.


Die Finsternis nähert sich dem Maximum.


Wie praktisch, dass die große Pause und das Maximum zusammenfallen.


Großer Trubel im Schulgarten.


Fahles Licht während der maximalen Verfinsterung.


Finsternisbrillen sind sehr gefragt.

Alle Stationen wurden mit Hilfe von SchülerInnen aufgebaut und die ganze Zeit hindurch hauptsächlich von SchülerInnen betreut. Mit großer Begeisterung stellten Kinder und Jugendliche aus zweiten bis sechsten Klassen Teleskope nach, halfen bei Fotos und behielten die 17 Finsternissbrillen der Schule so gut im Auge, dass wird tatsächlich am Ende alle wieder hatten!


Gute Tipps beim Durchschauen sind gefragt.


Und wieder einmal nachstellen.

Die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen für das Ereignis und für das Mithelfen machte den Vormittag zu einem großartigen Astronomiefest. Wir möchten allen HelferInnen herzlich danken. Ohne sie wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen. Leider wird sich in den nächsten Jahren keine ähnliche Gelegenheit ergeben, doch wir werden uns auch in Zukunft bemühen, die Beigeisterung für Astronomie an die Jugendlichen weiterzugeben.

Anneliese Haika, Manfred Reindl

Text: Anneliese Haika, Fotos: Anneliese Haika, Manfred Reindl.

 


 
Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie.
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