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Die Geminiden

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Unter den stärkeren Meteorströmen im Jahr ist jener der Geminiden der letzte und meistens auch der stärkste. Zwischen 7. und 17. Dezember treten die Meteore auf, deren Radiant im Sternbild der Zwillinge, knapp nördlich des Sterns Castor, liegt. Das Maximum tritt im Jahr 2011 um die Mittagszeit des 14. Dezember auf und ist daher bei uns nicht beobachtbar. Lohnend sollte aber noch der Abend des 14. Dezember sein.


Lage des Radianten der Geminiden. Himmelsanblick am 13. Dezember um 21.15 Uhr MEZ

In der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember steht der noch fast volle Mond nur ein kleines Stück unterhalb der Zwillinge. Das wird die Beobachtung in diesem Jahr schon beeinträchtigen, da nur die hellsten Meteore zu sehen sein werden.

Der Meteorstrom der Geminiden hat seinen Ursprung im Asteroiden (3200) Phaeton, bei dem es sich wahrscheinlich um den inaktiven Kern eines einstigen Kometen handelt. Die Erde kreuzt die Bahn des Stroms nahezu rechtwinkelig, so dass die Meteore praktisch die ganze Nacht zu beobachten sind. Der Radiant liegt in Richtung von Castor in den Zwillingen.


Bahn des Asteroiden (3200) Phaeton, aus dem JPL Small-Body Database Browser


Zur Lage des Radianten der Geminiden

Die Teilchen des Stroms haben eine Geschwindigkeit von 35 km/s relativ zur Erde, das ist für einen Meteorstrom sehr wenig. Die Meteore der Geminiden erscheinen am Himmel daher verhältnismäßig langsam und sie können auch sehr hell werden.

Zur Beobachtung von Meteorschauern braucht man keine optischen Hilfsmittel; am besten geht es mit dem freien Auge. Am bequemsten ist die Beobachtung im Liegen. Wer wissenschaftlich interessante Daten liefern möchte, stellt eine Statistik auf: Anzahl und Helligkeit der Meteore in einer bestimmten Himmelsregion (da man nicht den ganzen Himmel auf einmal überblicken kann) pro Zeiteinheit.

Aber auch "einfach nur Schauen" kann sehr schön sein. Das mit dem Wünschen ist eine andere Sache; wissenschaftlich betrachtet funktioniert da gar nichts. Aber da man den Wunsch ja nicht verraten darf, kann auch niemand überprüfen, ob's geklappt hat oder nicht ... und so lange man es nicht zu ernst nimmt, ist es ein netter Spaß, und Spaß hat bekanntlich noch niemandem geschadet.

Ein Beobachtungstipp der WAA
Wir möchten Sie ermuntern, Venus selbst zu beobachten. Es gibt für jedes Instrument das passende Beobachtungsprogramm. Wenn Sie Anleitungen oder Hilfestellungen dazu benötigen, dann sind Sie bei unseren gemeinsamen Beobachtungen herzlich willkommen. Bitte schauen Sie regelmäßig auf unsere Homepage oder kontaktieren Sie unsere Hotline 0664/256-1221 bezüglich eines Termins. Achtung, aufgrund der in unserer Region stets unsicheren Wetterlage können wir diese Termine meist erst am Tag der Beobachtung festlegen.

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