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Mit diesem Artikel auf unserer Homepage wollen wir Einsteigern einen besonderen Service bieten. Das Wort Planet leitet sich vom griechischen "planeteis" her, was soviel wie Wanderer bedeutet. Planeten sind also Gestirne, die am Himmel wandern. Doch dieses Wandern der Planeten ist nicht immer leicht zu erkennen. Daher weisen wir hier auf Konstellationen hin, bei denen die Bewegung der Planeten leicht über einen gewissen Zeitraum zu erkennen ist.
Eckdaten der Sichtbarkeit 2008 (nach CalSky):
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Die Bahnen der vier Galileischen Jupitermonde zeigen sich auch 2009 von der Kante (Kantenstellung 15. April 2009). Es kommt zu Transits, Schattentransits, Bedeckungen und Verfinsterungen aller vier Monde sowie zu gegenseitigen Bedeckungen und Verfinsterungen von Jupitermonden. Mehr zum Thema Jupitermonderscheinungen in unserer Astropraxis online.
Die Sichtbarkeit eines oberen Planeten (eines Planeten, der seine Bahn um die Sonne außerhalb der Erdbahn zieht) beginnt am Morgenhimmel und verlagert sich dann in Folge in die zweite Nachälfte. Um die Opposition ist der Planet die ganze Nacht zu sehen. Dann verlagert sich die Sichtbarkeit in die erste Nachthälfte und schließlich auf den Abendhimmel, wo die Sichtbarkeitsperiode endet. Diesen Verlauf einer Sichtbarkeitsperiode spiegeln Begegnungen mit dem Mond in beeindruckender Weise wider. Am Anfang begegnet der dünne, abnehmende Mond dem Planeten am Morgenhimmel. Bei jeder folgenden Begegnung ist der Mond etwas weniger alt. Um die Opposition kommt es zu Begegnungen mit dem mehr oder weniger vollen Mond. In den letzten Monaten der Sichtbarkeit sind es dann Begegnungen mit dem immer jüngeren, zunehmenden Mond am Abendhimmel. In der nachfolgenden Simulation, erstellt mit dem Freewareprogramm Stellarium ( www.stellarium.org ), sind sowohl Mond als auch helle Planeten gegenüber dem Anblick mit freiem Auge erheblich vergrößert, so dass der Abstand zwischen den beiden Gestirnen in Wirklichkeit größer erscheint.
Aufgrund der nach wie vor großen Südbreite des Mondes sind die Begegnungen von Mond und Jupiter 2009/10 nicht besonders eng und daher auch nicht so spektakulär. Man beachte, dass in unserer Simulation der Mond siebenfach vergrößert dargestellt wird, um den subjektiven Eindruck mit freiem Auge besser wiederzugeben. 2009 kommt es auch zu keiner Bedeckung des Jupiter durch den Mond.
Begegnungen mit anderen PlanetenJupiter zieht 2009/10 seine Bahn sehr einsam über den Himmel und es kommt zu keinen besonderen Begegnungen mit anderen hellen Planeten, sieht man einmal von einem eher unauffälligen Planetenreigen am Morgenhimmel ganz zu Beginn der Sichtbarkeit ab. Mars dürfte zu diesem Zeitpunkt noch nicht freisichtig sein.
Die seltenste Erscheinung im Lauf des Jupiter 2009/10 ist allerdings nicht mit freiem Auge zu sehen; es handelt sich um eine dreifache Konjunktion von Jupiter und Neptun.
Konjunktionen von Jupiter und Neptun sind an sich schon wegen der langen Umlaufzeit beider Planeten selten und können nur etwa alle 12 Jahre auftreten. Dreifache Konjunktionen sind noch viel seltener, müssen doch die Oppositionen von Jupiter und Neptun zeitlich ziemlich eng zusammen fallen. Die nächste dreifache Konjunktion von Jupiter und Neptun wird im Jahr 2047 stattfinden. 2010/11 wird es zu einer dreifachen Konjunktion von Jupiter und Uranus kommen. Jupitermonde2009/10 kommt es zu keiner außergewöhnlichen Häufung von Jupitermonderscheinungen. Am 3. September würde sich Jupiter zwischen 4.44 und 6.30 Uhr UT an sich ohne hellen Mond zeigen, doch ist dieses Ereignis von Europa aus nicht zu beobachten. Das nächste derartige Ereignis findet erst wieder am 9. November 2019 statt (und ist ebenfalls von Europa aus unbeobachtbar). Erst am 28. Juli 2033 (in der Morgendämmerung) und am 15. Oktober 2049 wird man von Wien aus Jupiter ohne Galileischen Mond beobachten können (alle Monde bedeckt, verfinstert oder in Transit). Jupiter mit nur einem hellen Mond ist allerdings sehr häufig. Im Jahr 2009 kommt es gleich 18 Mal zu einer derartigen Erscheinung, aber nicht alle sind von Wien aus sichtbar. Am besten sind wohl die Erscheinungen vom
2009/10 kommt es auch zu keinem Schattentrasit von mehr als zwei Monden gleichzeitig. Das nächste derartige Ereignis wird am 12. Oktober 2013 in der Morgendämmerung zu beobachten sein (Schatten von Io, Europa und Ganymed). 2009 kommt es allerdings wieder zu gegenseitigen Bedeckungen und Verfinsterungen von Jupitermonden.
Die Planeten wandern um die Sonne. Die komplizierten Bahnen, die sie vor dem Hintergrund der viel weiter entfernten Sterne ziehen, kommen zustande, weil wir sie von der ebenfalls die Sonne umkreisenden Erde aus beobachten. Wenn die Erde einen Planeten überholt, dann scheint er sich rückwärts zu bewegen, so wie ein überholtes Fahrzeug auch scheinbar entgegenkommt.
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