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Mit diesem Artikel auf unserer Homepage wollen wir Einsteigern einen besonderen Service bieten. Das Wort Planet leitet sich vom griechischen "planeteis" her, was soviel wie Wanderer bedeutet. Planeten sind also Gestirne, die am Himmel wandern. Doch dieses Wandern der Planeten ist nicht immer leicht zu erkennen. Daher weisen wir hier auf Konstellationen hin, bei denen die Bewegung der Planeten leicht über einen gewissen Zeitraum zu erkennen ist.
Eckdaten der Sichtbarkeit 2008 (nach CalSky):
Übigens: Fragen Sie doch einmal Astrologen, wo Jupiter gerade steht! Diese und weitere höchst effektive Fragen finden Sie auf der exzellent aufbereiteten Astrologie-Seite des Vereins Kuffner-Sternwarte. Im März 2011 steht Jupiter im Walfisch!
Die Bahnen der vier Galileischen Jupitermonde zeigen sich 2010 weiter geöffnet als in den letzten Jahren. Es kommt zu Transits, Schattentransits, Bedeckungen und Verfinsterungen von Io, Europa und Ganymed. Transits von Callisto sind während des größten Teils der Sichtbarkeitsperiode nicht möglich, ebenso Bedeckungen, Schattentransits und Verfinsterungen natürlich schon. Mehr zum Thema Jupitermonderscheinungen in unserer Astropraxis online.
Die Sichtbarkeit eines oberen Planeten (eines Planeten, der seine Bahn um die Sonne außerhalb der Erdbahn zieht) beginnt am Morgenhimmel und verlagert sich dann in Folge in die zweite Nachälfte. Um die Opposition ist der Planet die ganze Nacht zu sehen. Dann verlagert sich die Sichtbarkeit in die erste Nachthälfte und schließlich auf den Abendhimmel, wo die Sichtbarkeitsperiode endet. Diesen Verlauf einer Sichtbarkeitsperiode spiegeln Begegnungen mit dem Mond in beeindruckender Weise wider. Am Anfang begegnet der dünne, abnehmende Mond dem Planeten am Morgenhimmel. Bei jeder folgenden Begegnung ist der Mond etwas weniger alt. Um die Opposition kommt es zu Begegnungen mit dem mehr oder weniger vollen Mond. In den letzten Monaten der Sichtbarkeit sind es dann Begegnungen mit dem immer jüngeren, zunehmenden Mond am Abendhimmel. In der nachfolgenden Simulation, erstellt mit dem Freewareprogramm Stellarium ( www.stellarium.org ), sind sowohl Mond als auch helle Planeten gegenüber dem Anblick mit freiem Auge erheblich vergrößert, so dass der Abstand zwischen den beiden Gestirnen in Wirklichkeit größer erscheint. Wir haben den Anblick so gewählt, dass Mond und Jupiter immer relativ knapp über dem Horizont stehen (bis November 2010 nach dem Aufgang im Osten, ab Dezember 2010 vor dem Untergang im Westen).
Aufgrund der nach wie vor großen Südbreite des Mondes sind die Begegnungen von Mond und Jupiter 2010/11 nicht besonders eng und daher auch nicht so spektakulär. Man beachte, dass in unserer Simulation der Mond vergrößert dargestellt wird, um den subjektiven Eindruck mit freiem Auge besser wiederzugeben. 2010/11 kommt es auch zu keiner Bedeckung des Jupiter durch den Mond.
Begegnungen mit anderen PlanetenJupiter zieht 2010/11 seine Bahn sehr einsam über den Himmel und es kommt zu keinen besonderen Begegnungen mit anderen hellen Planeten, sieht man einmal von einer einzigen Begegnung mit Merkur am Ende der Sichtbarkeit ab.
Die seltenste Erscheinung im Lauf des Jupiter 2010/11 ist allerdings nicht mit freiem Auge zu sehen; es handelt sich um eine dreifache Konjunktion von Jupiter und Uranus.
Konjunktionen von Jupiter und Uranus sind an sich schon wegen der langen Umlaufzeit beider Planeten selten und können nur etwa alle 12 Jahre auftreten. Dreifache Konjunktionen sind noch viel seltener, müssen doch die Oppositionen von Jupiter und Uranus zeitlich ziemlich eng zusammen fallen. 2010 ist das der Fall: Jupiter und Uranus stehen beide am 21. September in Opposition - ein sehr seltenes Ereignis. Die nächste dreifache Konjunktion von Jupiter und Uranus wird 2037/38 stattfinden. JupitermondeIn der Sichtbarkeitsperiode 2010/2011 kommt es zu keinen der extrem seltenen Jupitermondereignisse: Jupiter ohne Monde, Jupiter mit nur einem Mond, gleichzeitige Transits von mehr als zwei Monden. Abende, an denen es zu einer Häufung von Jupitermonderscheinungen kommt, sind der 3., 10. und 17. November sowie der 5. Dezember 2010.
Die Planeten wandern um die Sonne. Die komplizierten Bahnen, die sie vor dem Hintergrund der viel weiter entfernten Sterne ziehen, kommen zustande, weil wir sie von der ebenfalls die Sonne umkreisenden Erde aus beobachten. Wenn die Erde einen Planeten überholt, dann scheint er sich rückwärts zu bewegen, so wie ein überholtes Fahrzeug auch scheinbar entgegenkommt.
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