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Erlebte Astronomie
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Unser Astronomiekurs für EinsteigerInnen
Teil 2: Vom Urknall zum Leben
Wissenschaft hat oft den Beigeschmack, alles stünde in Lehrbüchern,
wäre schon längst entdeckt und niedergeschrieben, braucht nur mehr
auswendig gelernt zu werden und schon ist man ein Gelehrter.
Fast widerwillig nehmen wir dann zur Kenntnis, dass sich unser
Weltbild aufgrund neuer Entdeckungen gewandelt hat - wenn wir die
Naturwissenschaften so betrachten. Doch Wissenschaft lebt, so auch
die Astronomie.
Daher betrachten wir in diesem zweiten Teil des Kurses ausgewählte
Themen, an denen deutlich wird, dass nur der sich gelehrt nennen kann,
der bereit ist, nie aufzuhören zu lernen.
Unser Kursleiter und Autor, DI Alexander Pikhard, ist seit 30 Jahren praktizierender
Amateurastronom und hat schon zahlreiche Kurse und Seminare zu diesem
Thema geleitet. Der Kurs wurde
nach neuesten astronomischen Erkenntnissen und unter Anwendung moderner
Lernmethoden entwickelt.
Zu diesem Kurs gibt es ein rund 400 Seiten umfassendes
Skriptum, das kapitelweise an den einzelnen Abenden ausgegeben wird
und nicht einzeln erhältlich ist.
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Ein Weltall nach Mass
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Es ist nicht einfach, die Größe des Universums
zu bestimmen, und in letzter Konsequenz ist es wegen der
Verschmelzung von Raum und Zeit eigentlich sogar unmöglich.
Dennoch haben wir eine gute Vorstellung von den Größenordnungen
im All, so unvorstellbar sie eigentlich wirken. Wir unterhalten uns
an diesem Abend darüber, wie man das Weltall "vermessen" kann.
Wir beginnen mit der Zeit und setzen fort mit der Himmelskugel,
an der die unterschiedlichen Entfernungen der Himmelskörper
zunächst keine Rolle spielen. Die Messung der Entfernungen führt
und weiter zu einem Modell der Bewegung der Planeten, auch unserer Erde.
Die Kenntnis der Bahn der Erde läßt uns die Entfernung der
Sterne bestimmen. Noch größere Entfernungen können wir
aber (noch) nicht direkt bestimmen. "Standardkerzen" helfen uns, auf
die Dimensionen der größten Strukturen zu schliessen.
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Auf der Suche nach der Weltformel
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Seit Jahrtausenden suchen die Menschen, das Universum durch ein
verständliches Modell zu beschreiben. Immer wieder treten einzelne
Modelle zu einander in Widerspruch, bis eine Theorie gefunden wird, die
sie eint - wie etwa die Relativitätstheorie, die Anfang des 20.
Jahrhunderts auch unser Bild vom Weltall verändert hat.
Vier Kräfte scheinen das Universum zusammenzuhalten,
die Gravitation, die elektromagnetische, die starke und die schwache
Kernkraft. Im Versuch, das Universum zu beschreiben - von seinen
kleinsten zu seinen größten Strukturen - stößt
die Wissenschaft noch auf Widersprüche. Können wir
die kleinsten und die größten Strukturen nicht auf ein
und dieselbte Art beschreiben?
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Die Strahlung der Sterne
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Mit unseren Augen sehen wir Licht, mit unserer Haut spüren
wir Wärme, die UV-Strahlung der Sonne verbrennt unsere Haut,
Antennen empfangen Radiosignale - all das sind Ausprägungen
elektromagnetischer Strahlung, die von den Gestirnen ausgeht. Wie
sieht das Universum aus, wenn man es nicht nur im sichtbaren Licht
betrachtet? Wir lernen auch die Geräte kennen, mit denen die
Astronomen heuten den Himmel beobachten.
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Astronomische Forschung heute
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Die meisten Astronomen verbringen ihre Arbeitszeit längst nicht mehr hinter
dem Fernrohr, sondern die meiste Zeit hinter dem Schreibtisch. Durchs Fernrohr
schauen ist nur mehr Freizeitvergnügen von Hobbyastronomen. Astronomische
Forschung sammelt ihre Daten mit Hilfe komplizierter Roboter, von der Erde oder vom
Weltraum aus. Die Auswertung dieser Daten erfordert vorher entsprechende mathematische
und physikalische Modelle, soll sie zu neuen Erkenntnissen führen.
Wir stellen die größten Observatorien auf der Erde und im Weltraum vor
und geben einen Einblick, wie moderne Forschungsprojekte ablaufen - international und
in Österreich.
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Wir sind Sternenstaub
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Der Traum der Alchemisten war, Gold aus anderen Elementen herzustellen.
Keine Frage, irgendwo her muss das Gold auf der Erde ja gekommen sein.
Heute kennen wir den Ursprung der Elemente; die häufigsten Elemente,
Wasserstoff und Helium, entstanden schon im Zuge der Entstehung des Universums.
Die meisten übrigen Elemente entstehen im Inneren der Sterne. Um alle
bekannten Elemente zu erzeugen, bedarf es aber auch extrem gewaltiger
Prozesse. So unglaublich es auch klingen mag: Der Stoff, aus dem das Leben
auf der Erde entstand, konnte nur in Ereignissen gebildet werden, die
Leben in der uns bekannten Form großräumig vernichtet hätten
(oder haben).
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Welten im Vergleich
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Können wir vom Studium anderer Planeten etwas
für unseren Heimatplaneten lernen? So vergleichen wir
die Welten unseres Sonnensystems - die Planeten und ihre
größten Monde - in Hinblick auf inneren Aufbau,
Oberfläche, Atmosphäre und Magnetfeld und betrachten
auch weniger Alltägliches wie Ringsysteme.
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Allein im All?
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Die größte aller Fragen der Menschheit: Sind wir allein im
Universum? Carl Sagan beschreibt es in seinem Roman Contact
als gigantische Verschwendung, wären wir im Universum allein.
Aber was heißt allein? Wir entdecken heute immer mehr Planeten
um andere Sterne, ein gutes Zeichen; aber für Leben, wie wir es
kennen, müssen noch andere Kriterien erfüllt sein.
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Was ist wahr?
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Astronomie ist eine Naturwissenschaft. Doch was ist das eigentlich und
wie unterscheidet sich die Natur- von der Geisteswissenschaft und wie
unterscheidet sich Wissenschaft von Philosophie, Religion oder gar
Esoterik? Was dürfen wir letztlich als Wahrheit anerkennen und
wie gewinnen wir Erkenntnisse? Ein Streifzug von der Antike bis
in die Gegenwart.
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| Wann, wo, wie? |
top
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Termine, Kosten:
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An den folgenden Donnerstagen von 19 bis 21 Uhr:
| 1. Abend: | 11. März 2010 |
| 2. Abend: | 25. März 2010 |
| 3. Abend: | 8. April 2010 |
| 4. Abend: | 22. April 2010 |
| 5. Abend: | 6. Mai 2010 |
| 6. Abend: | 20. Mai 2010 |
| 7. Abend: | 10. Juni 2010 |
| 8. Abend: | 24. Juni 2010 |
Veranstaltungsort:
Kolpinghaus Wien Meidling,
1120 Wien, Bendlgasse 10-12.
Kosten: € 65,- für Mitglieder von WAA und deren
Partnervereinen,
ansonsten € 82,-. Die Kursgebühr ist
am ersten Kursabend zu entrichten. Mindestteilnehmerzahl: 15.
Die Kursgebühr beinhaltet ein ausführliches Skriptum,
das kapitelweise an den einzelnen Abenden ausgegeben wird,
den Besuch der acht Abende plus eine Führung auf der
Wiener Universitätssternwarte (zusätzlicher Termin,
nach Vereinbarung).
Es gelten unsere allgemeinen
Geschäftsbedingungen für Kurse und Seminare.
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Anmeldung:
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Der Kurs kann auch ohne Besuch des ersten
Teils besucht werden!
Erforderlich, bitte bis spätestens eine
Woche vor Kursbeginn, telefonisch (0664/256-1221) oder
online.
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Vorkenntnisse:
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Der Kurs setzt den Besuch des ersten Teils oder entsprechendes
Grundlagenwissen voraus.
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Ergänzung:
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Wir empfehlen, ergänzend zum Kurs, den kostenlosen Besuch unserer
Astropraxis, um das Gelernte unter guten Bedingungen in der Praxis zu vertiefen.
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Weiterführende Ausbildung:
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Wir empfehlen als weiterführende Ausbildung
den (kostenlosen) Besuch unserer monatlichen
Vortragsabende im Rahmen unseres Astro-Treffs sowie unsere Praxisworkshops und
Spezialseminare.
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Autoren:
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DI Alexander Pikhard, Mag. Anneliese Haika und Mag. Sieglinde Übermasser.
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Vortragende:
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DI Alexander Pikhard, Mag. Anneliese Haika und Mag. Sieglinde Übermasser.
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Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie, Fraungrubergasse 3/1/7, A-1120 Wien.
Telefon 0664/256-1221. e-Mail admin@waa.at. Bankverbindung PSK 92.089.091.
Webdesign und für den Inhalt verantwortlich: Dipl.-Ing. Alexander Pikhard.
Kommentare zur Website an webmaster@waa.at.
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