Besuchsbericht

Leopold Figl-Observatorium, Samstag, 29. Mai 1999

Durch die Besichtigung der Universitätssternwarte am 28. Mai wurde ich gleich zum Besuch des Leopold Figl Observatoriums animiert. (Größter Refraktor und größter Reflektor Österreichs innerhalb von 24 Stunden waren das gesteckte Ziel).

Am 29. Mai fuhren wir (2 Weibchen + 2 Männchen) nach St. Corona am Schöpfl (40- minütige Autofahrt von Wien). Vom Parkplatz außerhalb des Ortes benötigt man einen 45 - minütigen Fußmarsch hinauf zum Observatorium. Oben angekommen sind ( 12:00 Mittag), dachten wir, daß die Belegschaft sich Ihrer wohlverdienten Mittagspause widmen würde und wir eine Wartezeit zu überbrücken hätten.

Doch weit gefehlt, wir wurden gleich von einer Dame in Empfang genommen (Name habe ich leider vergessen), die uns einen Videofilm über die ESO zeigen wollte. Es kam aber nicht zur Filmvorführung, denn die Begeisterungsfähigkeit und Enthusiasmus dieser Astronomin ließen die Worte nur so sprudeln, daß wir gleich mit der Besichtigung der Bedampfungsanlage begannen.

Sie erklärte die Anlage, die für die Beschichtung des Hauptspiegels mit Aluminium dient, sehr genau und mit einer großen Begeisterung fürs Detail. Danach stürzten wir zum 1,5m Spiegelteleskop, wo wir eine genau so liebevolle Erläuterung der Anlage bekamen. Anfragen (z.B. Warum wird die Kamera mit einen Peltier Element gekühlt ?) wurden plausibel und auch für einen Laien verständlich erläutert (Rauschpegel bzw. Flüssiger Stickstoff im Haus nicht vorhanden).

Wir sind mit dieser Dame auch ins persönliche Gespräch gekommen und haben so sehr viele Informationen über Astronomie bekommen. Nach einer Stunde war die Führung zu Ende und unsere Aufnahmefähigkeit erschöpft, sodaß wir vergessen haben, den Videofilm über die ESO anzusehen. Hoffentlich hat Sie den Rest des Tages gut überstanden, denn diesmal waren mehr als die 8 Leute vom verregneten Vorjahr beim Tag der offenen Tür.

Fazit: Wie bei allen mir bekannten Menschen, die sich der Astronomie widmen, kommt auch  hier eine liebenswerte nicht aufdringliche Begeisterungsfähigkeit zum Vorschein, die einen in der Vertiefung dieses Hobby bestärkt.
 

PS: Auf PIC00004, wurde wegen besserer Auflösung so gesendet, ist die Dame zu sehen, leider von mir abgedeckt. Sie hat uns auch erzählt, daß Sie für die Sonnenfinsternishomepage des Astronomischen Instituts zuständig ist und dort steht der Name Firneis. [Anm. d. Red.: Die Bilder werden beizeiten nachinstalliert!]

Hans-Peter Müllner


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