Beobachtungsbericht

Beobachtungsabend auf der Sofienalpe, Dienstag, 1. Juni 1999

Eigentlich wollte ich an diesem sehr schönen und sehr warmen Abend einigen Hörerinnen und Hörern des Vortrags "Auf der Suche nach Wasser im Universum" an der VHS Penzing noch die wichtigsten Himmelsobjekte zeigen. Allerdings wurde ich um eine Erfahrung reicher: Schau Dir einen Beobachtungsplatz an, bevor Du einen Termin zusagst. Denn der vorgeschlagene Platz, das Schutzhaus Ameisbach, hat zwar einen wunderschönen Gastgarten (mit tollem Blick auf Wien), aber durch das dichte Blätterdach der uralten großen Bäume kommt kein Fernrohr durch. Und kein Quadratmeter, der auch nur annähernd Blick auf den Himmel erlaubt hätte... Es ist erstaunlich, daß wir Amateurastronomen doch die Welt mit bedeutend anderen Augen sehen!

An einen Beobachtungsabend mit den Kursteilnehmern war also nicht zu denken. Die Suche nach einem Ersatzplatz in der Nähe - den Straßenlampen ausweichend - hätte zu lange gedauert. Ich hatte mein Fernrohr schon oft umsonst eingepackt, aber nicht bei Schönwetter! Und das sollte auch so bleiben. Daher beschloß ich kurzerhand, unsere bewährte Sofienalpe aufzusuchen, um wenigstens eine Stunde lang - dann kam der noch fast volle Mond - ein paar Blicke zu riskieren.

Es lohnte sich!

Alle Beobachtungen mit dem 12" LX-200 und 21mm Pentax-Okular. Auch ein technischer Test verlief positiv: Das Instrument wurde erstmals mit drei 6V-Trockenbatterien betrieben und funktionierte einwandfrei. Keine Dauerlösung, aber eine interessante Alternative, wenn, wie dieser Tage, die Hauptversorgung (=Spannungswandler) ausfällt. Vor allem, weil die drei Batterien so klein sind, daß sie nicht mehr ins Gewicht fallen.

AP

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