Beobachtungsbericht
Anneliese Haika, Freitag, 16. Juli 1999
Garten, Hietzing
FS 10x40
Bemerkenswert gute Durchsicht herrschte in der Nacht vom 15. auf den
16. Juli. Um 0.45 Uhr war von meinem Garten aus mit freiem Auge die Michstraße
(!) in den Sternbildern Schwan bis Adler zu erkennen. Nun wurde ich neugierig;
ich wollte wissen, was unter so günstigen Bedingungen von Wien aus
mit dem Feldstecher zu sehen ist.
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M16 und M17: beide deutlich und direkt zu sehen, M16 etwas deutlicher und
großflächiger.
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M8: mit ein paar Zielversuchen gerade noch zwischen Ästen und einem
Hausdach zu sehen, aber trotz der geringen Höhe deutlich und klar.
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M13: ein Pflichtobjekt, ein sehr helles kreisrundes Fleckchen.
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M92: ebenfalls deutlich.
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M27: klein, fast wie ein Stern aber doch eindeutig als nebeliges Fleckchen
zu sehen
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M11: eines meiner Himmels-Testobjekte; unter normalen Bedingungen ist der
Sternhaufen von meinem Garten aus gerade noch zu erkennen; diesmal war
er nur wenig schwächer als M13.
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M31: normalerweise ist von der Andromeda-Galaxie von Wien aus nur der Kern
als ovaler Fleck zu sehen; an diesem Abend konnte man mit indirektem Sehen
die äußeren Bereiche weit hinaus beobachten.
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h und chi Per: auch schon recht gut, allerdings weinger spektakulär
als erwartet
Himmelsbeobachtung mit dem Feldstecher kann manchmal eine durchaus
lohnende Alternative zur Beobachtung mit dem Teleskop sein.
AH
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