Beobachtungsbericht

Hans Peter Müllner und Pia Strnadl, Güssing, 10. August 1999

Ort:     Güssing (Stadtzentrum)  Innenhof

Instrument:    C-8 auf deutscher Montierung

Bedingungen:     Anfangs wolkenlos und warm, später Durchzug von Nebelschwaden
 

Um dem Stau auf der A2 zu entgehen, habe ich die Nacht vor der Sonnenfinsternis in meinem Elternhaus im Südburgenland verbracht. Bei einem nächtlichen Erkundungsblick ob der Wetterlage für den Finsternistag ist mir sofort die Milchstraße aufgefallen, und ich habe mich für eine spontane Beobachtung entschieden. Kein Vergleich zu dem Aufwand, welchen wir in Wien dafür zu verrichten haben. Ich stellte mein Teleskop 5 Meter von der Haustür entfernt auf und hatte bessere Seeing-Bedingungen als auf der Sofienalpe. Nur eine Spielbude in der Nachbarschaft verhinderte mit ihren Halogenstrahlen den ungetrübten Blick auf den ganzen Himmel, sodaß ich mit dem Innenhof vorlieb nehmen mußte.

Objekte: (bei allen wurde Pentax 21mm Okular verwendet)

Beginn mit den Kugelsternhaufen M10, M12, M11, M14, M16

Beim Kugelsternhaufen M14 habe ich mir Alexanders Teleskop gewünscht, da dieser Kugelsternhaufen sehr klein ist und nur als AP - Objekt von mir aufgelöst werden konnte.

Um eine Messierserie zu erhalten, habe ich die Kugelsternhaufen M13 und M 15 anvisiert, welche ebenfalls leicht am Rand aufzulösen waren.

Bei der Fortsetzung der Serie stieß ich auf den Nebel M17, bekannter unter dem Namen Omega - Nebel, und ich muß sagen, daß das eindeutig der Star des Abends war, denn mit so einem okularfüllenden und detailreichen Objekt habe ich nicht gerechnet.

Ein Blick auf den Hantel-Nebel M27 gab mir die Bestätigung, daß an diesem Abend wirklich Deep Sky Bedingungen herrschten. Nach der Betrachtung der Andromeda - Galaxie M33 habe ich der Beobachtungsnacht ein Ende gesetzt, um für den nächsten Tag ausgeruht zu sein.

Fazit:    Erst in Wien sieht man, wer ein wirklicher Hobbyastronom ist, da dort der Aufwand für eine erfolgreiche Beobachtungsnacht ungleich höher ist.

PS/HPM

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