Beobachtungsbericht
Beobachtungsnacht auf der Ebenwaldhöhe, 10. September 1999
Wegen sehr viel Arbeit etwas verspätet nun mein Bericht vom 10.9.
Gegen 20 Uhr entschloss ich mich recht spontan auf die Ebenwaldhöhe
zu
fahren, und ich sollte es nicht bereuen.
Ich war etwa um 22 Uhr oben und hatte zu Beginn recht gutes Seeing,
leider war die Durchsicht nur sehr mittelmäßiig, doch so um
Mitternacht wurde es extrem Klar, so das ich die Beobachtungsbedingungen
als traumhaft bezeichnen kann. Leider begann es um 2 Uhr recht stark ab
zukühlen, so das Tau einsetzte, dem ich noch bis 4 Uhr Früh strozte.
Mein Instrument ist wie immer ein C-11 und kurzer Zeit auf Losmandy
G-11 montiert
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NGC 281 [Pentax 40mm+UHC] erkannt aber keine Strukturen
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M33 [P40mm] mit direktem Sehen nur die Kernregion erkannt, indirekt wesentlich
mehr, keine Details
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M76 [P14mm] der "kleine Hantelnebel" er sieht seinem großen Bruder
wirklich sehr ähnlich
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Cirrusnebel Nördlichler+Südlicher Teil mit Pentax 40mm+UHC das
Traumobjekt dieser Nacht.So klar und fein strukturiet habe ich ihn seltten
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gesehen.Anmerken möchte ich hierzu das höhere vergrößerungen
das Gesamtbild zwar beeinträchtigen aber ich deutlich besser Details
erkennen konnte.
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M101[P40mm] obwohl gerade beim unteren Merideandurchgang noch erkannt aber
keine Details sichtbar.
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M13[P14mm] stand auch extrem Tief, war aber ganz leicht bis in die
Kernregion aufzulösen. Bei diesem Objekt habe ich herrausgefunden
das mein Fadenkreuzokular(Baader Micro-Guide 12.5mm) eigentlich ein sehr
brauchbares Beobachtungsokular ist.
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1 Uhr 47 im Westen ein Feuerkukel gesehen etwa 15-20 Grad lang verfolgt,
leicht grünen Schein sie muß extrem hell gewesen sein, denn
Aufmerksam wurde ich durch einen Schattenwurf und mein erster Gedanke war
wer schaltet jetzt eine weiße Taschenlampe ein.
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Orionnebel durch Baby-Pause im Winter heuer zum ersten mal wieder gesehen,
welch ein Genuß.
Zum schluß noch ein zweiErkenntnisse diser Nacht In Verlauf der Nacht
habe ich zwei Beobachter kennen gelernt einer mit LX200 8", der andere
mit Celestron Ultima2000 8".
Erstens: Computersteuerrung ist nicht alles, man muß auch "schauen
können"d.h. der Kollege hat im Ultima Cirrus eingestellt und ohne
UHC-Filter nichts gesehen, ich schon
Zweitens: Cumputersteuerrung ist was feines, gegen ende, wir war schon
ein wenig müde, Koordinaten von Kometen Lee in LX200 getippt, und
schon war er da.
Noch eine bemerkung zu Lee, der Schweif "rechts oben" war sehr
schön zu sehen, doch die größte Überraschung war die
verwendung eines
UHC-Filters, der Schweif war zwar weg aber plötzlich war ein Gegenschweif
zu sehen.(Wir sahen den Gegenschweif alle drei, so ist diese Beobachtung
einigermaßen sicher).
Fazit: Niemals sagen das bringt nichts oder das gehört nicht so,
sondern ausprobieren.
[CT]
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