Die große Überraschung war der Mond: Die gewohnten Gebiete um Clavius im Süden und Copernicus nahe der Mitte des Terminators waren gut auszumachen und reich strukturiert (das Umland von Copernicus war leicht mit freiem Auge auszumachen). Aber im Norden ragte der gesamte Bogen des Jura-Gebirges (es umgibt den Sinus Iridum) über den Terminator hinaus, wie eine helle, scharfe Sichel in das Dunkel der Nacht. Die Struktur war im Feldstecher so auffällig, daß ich es wissen wollte und, ja, sie war auch mit freiem Auge zu erkennen, zumindest blickweise!
Jupiter bot keine Überraschung, die Monde waren klar und deutlich zu sehen. Entwas entkräften muß ich aber die Aussage, Saturn erscheine schon im Feldstecher länglich. Das konnte ich nicht verifizieren.
Von den Deep-Sky-Objekten boten die Pleiaden erwartungsgemäß den schönsten Anblick; die Höhe über dem Osthorizont gegen Mitternacht läßt keinen Zweifel: Es wird Winter! Der Orionnebel, nur kanpp über dem Dunst, war bereits auffällig. Und h+Chi, M34 und M38 waren auch aus der Stadt leichte Ziele. Ganz zu schweigen vom Andromedanebel, zu dessen Beobachtung man sich aber gewaltig verrenken mußte - er stand nahe dem Zenit.
AP