Beobachtungsbericht

Hans Peter Müllner, Güssing, 2. Oktober 1999

Anwesend: Hans Peter Müllner mit C-8

Motto: First Light für Baader Großfeld-Binokular mit 2 Stk. 21mm Pentax – Okularen

Beim Aufbau fiel mir das zusätzliche Gewicht des Binokularansatzes mit den 2 Pentax- Okularen auf. Das Gleichgeicht kann gerade noch hergestellt werden, doch erfordern einige Positionen des Teleskopes  Nachkorrekturen. Eines ist sicher, daß die GP – Montierung mit dieser Variante am Limit betrieben wird, da die leichtere Windanfälligkeit spürbar zum Tragen kommt. Auch kann man
nicht mehr seitlich zum Teleskop stehend ins Okular blicken, was zu einem Konflikt zwischen Horizont- und Zenitbeobachtungen führt. Man muß sich beim Beginn entscheiden, was beobachtet wird, um die richtige Stativhöhe einzustellen und einen Umbau des Teleskopes zu vermeiden. Die Größe des Okularansatzes führt auch gleich zu einem Positionskonflikt mit dem Sucher,
welcher der Anschaffung eines Suchers mit Zenitspiegel Sinn verleiht. Weiters ist es wichtig alle Schraube fest anzuziehen, da das Drehmoment der Okulare ausreicht die Zenitspiegelschraube zu lockern.

Beobachtungen:

M13 : Der Kugelsternhaufen wird eindeutig besser aufgelöst, und Einzelsterne werden sicherer erkannt.

M15 : Für eine optimale Auflösung fehlten mir die richtigen Okularpaare (200 x ) wäre sinnvoller, doch stellt sich eine größere Beobachtungssicherheit ein.

M57 : erhärtet den Eindruck der sicheren Erkennbarkeit und der genaueren Schärfe

M31 : Eindeutig eine Verbesserung der Beobachtung gegenüber dem monokularen Sehens, da ein räumlicher Eindruck einsteht und eine Schrägstellung der Galaxie im Raum vermittelt wird.

Jupiter: Mit der 100 fachen Vergrößerung mehr Details auf der Oberfläche erkennbar.
 

Beurteilung des Binokulares:

Man bekommt einen sichereren Eindruck des BeobachtetenDie Schärfe der Objekte nimmt zu, und das Flimmern des Planeten in
Horizontnähe nimmt ab.Das Gesichtfeld vergrößert sich und man hat den Eindruck, daß Objekte stärker vergrößert werden.
Auch entsteht ein räumliches Bild (hellere Sterne scheinen im Vordergrund zu stehen)

Fazit: Ein Binokularansatz erhöht nur den Beobachtungskomfort (mehr sieht man nicht) nur muß man weniger oft indirekt schauen. Ein Wechsel von binokularem und monokularen Sehen während der Nacht führt zu aufwendigen Umbauarbeiten. Durch den relativ hohen Preis + zusätzliche Okulare wäre der Kauf eines astronomischen Feldstechers eher zu empfehlen.

HPM

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