Bewölkung: Anfangs noch nahezu wolkenlos, zogen dann immer größere Felder hoher Wolken durch, in deren Lücken sich doch einige eindrucksvolle Anblicke boten. Gegen 0.45 Uhr war dann aber endgültig Schluß (der "Morgen danach" begrüßte uns mit strömenden Regen und in dichte Wolken gehüllten Bergen). Es war nicht allzu kalt, kein Wind, das Seeing war passabel (1-2) und die Durchsicht sehr gut (1).
Beobachtet wurde ausschließlich mit dem 16" LX-200 der Mariazeller Sternwarte.
Der Abend bot auch Gelegenheit, eine Vielzahl von Zubehör auszuprobieren: Franz Brosch brachte eine StarlightExpress HX-516 CCD-Kamera mit (wegen wechselhafter Bedingungen konnten wir sie aber nicht wirklich ausprobieren), Hans-Peter Müllner seinen Binokular (mit den beiden 21mm-Pentax-Okularen) und ich brachte auch eine Sammlung von Pentaxen (40mm, 21mm, 14mm und Annelieses 10,5mm) und Filtern mit. Dazu kam auch noch die gute Ausstattung der Mariazeller Sternwarte (Nagler-Okulare mit 20mm - das schwerste Okular, das ich je gehoben hatte! - und 9mm, Motorfokus usw.).
Am Anfang einige kurze Blicke zu M13 und M57, schön wie immer, bald aber hinter Wolken.
Die Highlights:
M31: Unschwer waren zwei Spiralarme zu erkennen; selbst im 40mm-Pentax-Okular ragte der Nebel zu beiden Seiten aus dem Gesichtsfeld heraus. Der Kern war klein und sternartig.
M33: Der Kern war hell und deutlich. Bei indirektem Sehen erkannte man deutlich die Spiralarme, die Galaxie füllte etwa die Hälfte des Gesichtsfeldes des 40mm-Pentax aus. Mit einem UHC-Filter, an sich sinnlos bei Galaxien, kamen die Emissionsnebel in den Spiralarmen deutlich heraus, vor allem NGC 588, 592 und 604.
NGC 7662: Selbst mit einem 20mm-Nagler-Okular und UHC-Filter war der kleine planetarische Nebel noch so hell, daß sein Inneres überstrahlt war und die typischen Details um den Zentralstern nicht heraus kamen. Dafür konnte man eine äußere, schwache Hülle deutlich sehen!
NGC 7789: Dieser interessante offene Sternhaufen in der Cassiopeia zeigte sich zur Gänze in sehr schwache Sterne aufgelöst. Ein bemerkenswerter Anblick, zumal der Haufen in kleineren Instrumenten eher wie ein nebelartiges Objekt erscheint.
Jupiter: Ein Blaufilter, in Verbindung mit dem 21mm Pentax-Okular, erwies sich als goldrichtig. Die feinen Farben in den Wolkenstreifen kamen sehr deutlich heraus, und vor allem in den Äquatorbändern waren zahlreiche Details zu erkennen.
Saturn: Der klassische Anblick! Ring, weit geöffnet, Cassini-Teilung durchgehend zu sehen; Planet mit einem deutlichen EB, in dem sogar Details zu erkennen waren; und zahlreiche Monde. Der Blaufilter verstärkte den um die Opposition deutlichen Eindruck, daß der Ring weißlich, der Planet aber gelblich ist.
h+Chi: Zum darüberstreuen
AP