Beobachtungsbericht: Sofienalpe, 20. November 1999

Nach langer Zeit hatten wir wieder einmal im Rahmen eines Beobachtertreffs Gelegenheit zur Praxis.

Bedingungen: Es war ziemlich kalt (-3°C) und auf der Sofienalpe lag eine doch schon recht stattliche Schneedecke von einigen Zentimetern. Zum Glück kein Wind. Abgesehen von ab und zu durchziehenden dünnen Wolken sehr gute Durchsicht (1), mäßige Aufhellung (2) und passables Seeing (2). Der Mond, schon recht rund, hellte den Himmel natürlich sehr auf und an Deep Sky war nicht zu denken.

So beobachteten wir Mond, Jupiter und Saturn.

Beobachter und Instrumente: Julia Weniger mit einem 4" Newton, Franz Faber mit einem Fujinon-Bino, Bernhard Dewath mit einem interessanten Eigenbau aus einem Teleobjektiv, Hans Peter Müllner ohne Instrument aber mit viel Zubehör, Martin Kellner mit seinem 10" LX-200 und ich (Alexander Pikhard) mit meinem 12" LX-200, sowie einige weitere Mitglieder, die ohne Instrument zum Beobachtertreff kamen und Erfahrungen sammelten.

Mond: Aristarch, Herodot und Schrötertal am Terminator, das ist schon ein schöner Anblick. Im 40mm Pentax-Okular mit Graufilter am 12" LX-200 ist der Mond zur Gänze drinnen und ein schöner Anblick. Hans Peter hatte seinen Binokular am 10" LX-200 montiert, ja, ein Binokular ist am Mond schon eine feine Sache, man schwebt förmlich über der Oberfläche!

Jupiter: Viele Details in den Wolkenbändern, aller vier Monde. Hans Peter hatte einen neuen Filter mitgebracht, der speziell für Jupiter und Saturn empfohlen wird (ein ganz leichter Violettfilter), und der steigert den Kontrast wirklich erheblich!

Saturn: Etwas mitgenommen vom Seeing, am 12" LX-200 ist bei 21mm Schluß, aber die Monde sind heute besonders deutlich.

Nebenbei vertiefen einige Mitglieder ihre Einstellkünste an Albireo, den Pleiaden oder anderen helleren Objekten.

Fazit: Schön, aber kalt. Nach zwei Stunden bauen wir zufrieden ab (von manchen Instrumententeilen muß das Eis heruntergekratzt werden - natürlich nicht von der Optik!). Und da die Jahreszeit fortgeschritten ist, ist es erst nach 19 Uhr. Beobachten im Vorabendprogramm - wenigstens ein Vorteil der langen Winterzeit...

AP