Beobachtungsbericht: Ebenwaldhöhe, 8. Dezember 1999

Datum: 8.12.1999

Zeit: 20:00 - 23.00

Ort: Ebenwaldhöhe

Instrument: C8

Bedingungen: Sicht im Zenit für mich optimal, Richtung Horizont einige Nebelschwaden. Ungewollt mußten wir alle auf einem großen Eislaufplatz (Parkplatz) stehen. Endlich einmal hat das Wetter mitgespielt, um eine sinnvolle Beobachtung durchzuführen. In unseren Breiten ist man ja direkt gezwungen, dies auszunützen. Ein kurzer Rundruf um 18:30 zeigt mir, daß wenig Interesse vorhanden ist. Nur AP ist mit Natalie schon längst auf der Ebenwaldhöhe. Also war das Motto :Rauf auf die Ebenwaldhöhe.

Beobachter: Hans Peter Müllner + Pia Strnadl + Susanne Müllner

Erstes Objekt: Defokusierter Fangspiegel meines C8. Es ist interessant, das Wabern der noch warmen Luft im Teleskoptubus zu beoachten. Man kann sich dadurch ein Bild machen, ob sich hohe Vergrößerungen schon lohnen.

M31, M32 (Bino mit 2x35mm Okularen): steht schön plastisch im Raum, man hat aber erkennen können, daß das Gesichtsfeld des Okulars nicht ausreicht, um die komplette Galaxie abzubilden.

Jupiter (Bino mit 2x15mm Okularen): locker bis zu sechs Bänder erkennbar. NEB deutlich breiter als das SEB, welches durch den GRF auch noch unterbrochen wurden. Dunkle Wolken zwischen NEB und SEB erkennbar. Die nördliche Hälfte von Jupiter war detailreicher.

Saturn (Bino mit 2x15mm Okularen): bräunliches Band am Planten deutlich erkennbar. Cassiniteilungslinie sichtbar (der Ring erschien mir diesmal zu hell zu sein)

M42 (Bino in allen Variationen 35mm,21mm,15mm Okularen): für mich das Binoobjekt schlecht hin. Soviele Details habe ich im Orionnebel noch nicht und auch nicht in einem größeren Teleskop gesehen. Man mußte nicht einmal einen Nebelfilter
verwenden. Der Orionnebel ist bis in seine Ausläufer sichtbar. Für mich hat er die Form einer Taube mit ausgebreiteten Flügel, und er lies jede mögliche Vergrößerung zu, ohne Informationsgehalt zu verlieren. Beste Kombination war Bino mit 21 mm Okularen. Was mich interessieren würde, wäre die genaue Anzahl der Sterne in der Mitte des Nebels. Sicher getrennt habe ich vier, doch vermeinte ich sechs zu erkennen.

M37 und M38 (Bino mit 2x 35mm Okularen): nett zu beobachtende offene Sternhaufen, welche nicht solche Eindrücke hinterlassen wie M13,M92,M15 usw.

M1 (Bino mit 2x35 mm Okularen): erscheint wie eine kleine Rauchwolke im Sternenhimmel.

NGC 2237 (Rosettennebel): für meine Okularpaare nicht zu beobachtendes Objekt, welches viel zu groß ist, und von dem man einen zu kleinen Ausschnitt sieht, um einen Gesamteindruck zu bekommen (müßte ein typisches Feldstecherobjekt sein)

Mehr Objekte waren aufgrund gravierender Sucherprobleme, welche sich nun schon über 2 Monate ziehen, nicht zu schaffen.

Fazit: Alleine der Anblick des Orionnebels rechtfertigt die lange Fahrzeit (21/2 Std. Fahrt, 3 Std. Beobachten)

Vorschlag an AP: Machen wir den Zusammenruf über SMS, kann man ja auch übers Internet verschicken. Wer dann Interesse hat, soll sich bei unserem Vereinshandy melden.

HPM