Datum: 17.12.1999
Zeit: 18:30 - 20:30
Ort: Sofienalpe
Instrument: C8
Bedingungen: Seeing 1-2, anfangs leichter Wind später absolute Windstille, saukalt
Beobachtungsbericht: Sofienalpe
M57: Obwohl der Himmel durch den Mond aufgehellt und das Sternbild der Leier knapp oberhalb des Horizontes stand, war der Ringnebel locker erkennbar, für Details war der Himmel aber zu hell.
Danach gleich zum Hauptobjekt des Tages: Mond (Bino x15mm): Anfangs hatten wir starke Probleme mit dem Bestimmen der Mondkrater, aber anhand des Kraters Bullialdus gelang uns der Start zum Mondspaziergang. Ein wichtiges Hilfsmittel war dabei der Mondatlas von Rükl, welcher genau der Sichtbarkeitsgrenze meines Instrumentes entspricht. Von Bullialdus wanderte der Blick runter zum Krater König. Weiter nach links (im Teleskop) zu den Kratern Nicollet und Birt. Dort angekommen sahen wir die Furche Rupes Recta. Um die Rille Birt zu sehen, bedurfte es einer größeren Vergrößerung. Im 7 mm Okular waren die Rille und die hervorragende Luftruhe zu erkennen. Nun unterbrachen uns zwei ältere Wanderer, die enttäuscht von der geschlossenen Hütte zurückkamen. Nach einer improvisierten Führung zum Saturn, Jupiter und Orionnebel setzten wir die Besichtigung des Mondes fort. Wir suchten uns noch markante Krater (Copernicus und Eratosthenes), um beim nächsten Mondspaziergang einen leichteren Start zu haben. Unsere steifgefrorenen Zehen beendeten die Beobachtungsnacht.
Fazit: Die Kälte ist neben dem Tau der größte Feind eines Hobbyastronomens.
HPM