Beobachtungsbericht: Sofienalpe, 5. Jänner 2000

Datum: 5. 1. 2000

Ort: Sofienalpe

Instrument: 12" LX-200

Bedingungen: Durchsicht wegen leichten Nebels nur 2-3, Seeing anfangs 3, dann 1-2, Aufhellung wegen Stadtnähe 3, sehr kalt.

Beobachter: Alexander Pikhard (12" LX-200); weitere Beobachter: Anneliese Haika (C8), Hans Peter Müllner (C8), Martin Kellner (10" LX-200 - eigener Bericht), Walter Simotta.

Jupiter: [21mm Pentax, Graufilter] NEB und SEB, nur EZ einige Störungen, EB nur anzwei Stellen andeutungsweise, Polkalotten momentan kaum Details, ein dunkler Fleck am NEBn. [P 14mm]: Im NEBs zwei deutliche längliche dunkle Flecken (BARs), SEB hat in der Mitte eine Verdichtung, EZ grau, die STzZ und NTrZ sind sehr hell, NPR und SPR sind dunkler. NTB ist zu sehen, STB blickweise. Das Seeing beim Jupiter ist wesentlich schlecher als beim nur wenige Grad entfernten Saturn. Einzige Erklärung für dieses seltsame Phänomen: Eine Höhenströmung, die genau über den Jupiter läuft.

Saturn: [P 21mm]: Deutlich die dunkle Polkalotte und die helle Äquatorzone. [P 14mm]: Cassini-Teilung rundherum, in Momenten besseren Seeings, ein sehr heller Streifen am Äquator, Polkalotte dunkel, SEB sehr dunkel, C-Ring leicht angedeutet (grau), einige Monde. [P 7mm] geht auch noch, wenn es das Seeing blickweise zuläßt. Schatten des Saturn am Ring sehr deutlich!

M42: [40mm Pentax, UHC] eigentlich erstaunlich gut, Kenregion mit vielen Strukturen, auch die Ausläufer sind bis zum Rand des GesF zu erkennen, auch M43, auch in den Ausläufern sind in guten Momenten Strukturen zu erkennen. [21mm P, UHC] Zentrum mit vielen Details (helle und dunkle Knoten), dunkle Filamente in der Kernregion und die berühmte Schockfront. [14mm P, UHC] das schlechte Seeing macht sich jetzt bemerkbar, dennoch viele Details.

M1: [40mm P, UHC] auch recht deutlich und kontrastreich, Form gut zu erkennen (oval, diffus), leicht angedeutet Strukturen. M31: [40mm P] sehr hell, Kernregion, M32 deutlich, M110 zu erkennen. M45 [P 40mm] viele helle Sterne im Gesichtsfeld. M37 viele schwache Sterne konzentriert, trotz der nicht optimalen Durchsicht ein sehr schöner Anblick. M38 unterschiedlich helle Sterne, konzentriert. M36 hellere Sterne und lockerer.

Mira ist noch freisichtig, etwa +4,5mag.

Exkurs mit Hans Peters Feldstecher: M45, Hyaden, h+Chi, M31 wunderschön!

APi