Name: Pia Strnadl + Hans Peter Müllner
Datum: 8.1.2000
Zeit: 20:15 - 23:45
Ort: Ebenwaldhöhe
Instrument: C8 7x50 Feldstecher
Bedingungen: Bedingungen: nahezu optimal, nur das Anlaufen der Optiken (Eisbildung) wirkte sich kontraproduktiv aus
Bericht: Beobachter: Pia Strnadl + Hans Peter Müllner, Daniela +Alexander Pikhard, Tahir Saban, Walter Koprolin + Howdii und Teile vom Verein Antares
Trotz eines Jahres 2000, welches so was von uninteressant ist, (Zitat unseres Präsidenten: „Alles was nur langweilig sein kann, ist heuer langweilig“) zog es uns Sternnomaden wieder einmal in klirrender Kälte zu einer nächtlichen Landpartie auf die Ebenwaldhöhe, um oben angekommen regelrecht im einzigen siebenten Himmel zu sein. Die kleine Pilgergruppe riß es durch den Anblick des Milchstraßenbandes regelrecht vom Hocker. Glücklicher Weise besitzt nicht jeder einen, und so blieben grobe Verletzungen, welche durch schnelles Verabreichen von heißen Tee gelindert werden konnten, aus.
Feldstecherobjekte: M44 (Praesepe): beeindruckender offener Sternhaufen im Sternbild Krebs. M31: locker zu erkennen, steht sehr gut im Okularbild. M45 (Plejaden): formatfüllend. M33: nicht so leicht zu finden, aber eindeutig identifizierbar. M42: Auch der Orionnebel breitet sich schön im Gesichtsfeld aus. h + Chi Persei: schöner Anblick wegen des Milchstraßenhintergrundes. M35 – M38: Man kann so richtig schön von Sternhaufen zu Sternhaufen hüpfen.
C8 – Objekte:
M42 Orionnebel: ein Objekt, an dem ich mich nicht sattsehen kann, immer wieder stechen neue Merkmale ins Auge
Saturn: Diesmal herrschten optimale Planetenbedingungen. Cassiniteilungslinie (auch von Pia eindeutig erkennbar), bräunliches Band am Planeten drängten sich auf.
Jupiter: GRF führte wieder zu einer Unterbrechung des SEB – Bandes. Deutliche Wolkenstrukturen auf der Planetenoberfläche zu erkennen.
M81 + 82: Die beiden Galaxien sind auch in einem Bino locker zu erkennen.
M51: Wegen Vereisung des Teleskopes nur mehr ansatzweise erkennbar.
Fazit: Es war ein kurzweiliger Abend, welcher gute Anblicke und eifriges Fachsimpeln ermöglichte. Man lernt auch die Stufen des Aneisens kennen. Zuerst fällt der Telradsucher, danach der Sucher und zuletzt der Tubus mit den Okularen durchs Vereisen aus.
HPM