Beobachtungsbericht: Wien Hietzing, 28. Jänner 2000

Datum: 28. 1. 2000

Ort: Wien Hietzing

Beobachter: Anneliese Haika

Beobachtungsbericht 28.1.2000 Anneliese Haika C8, Garten Hietzing 19.20 - 20.05 Uhr

Offensichtlich habe ich die kommende Warmfront gespürt, denn ich fühlte mich gar nicht wohl. Daher beschränkte ich meinen Beobachtungsabend auf den Garten, obwohl es auf der Sofienalpe natürlich viel netter und SEHR viel dunkler gewesen wäre.

Jupiter und Saturn waren die "Aufwärmobjekte". Das Seeing war in diese Richtung ziemlich stark. Daher ging ich gleich zu M 42 über.

M 42: 26mm Celestron mit UHC: die weiten Ausleger des Nebels waren zwar nur schwach zu sehen, sie gingen aber quer durch das ganze Gesichtsfeld. 17mm Plössl ohne Filter: im Zentralbereich Details im Nebel erkennbar - dunklere Stellen, die aussehen wie Löcher in einem Wattebausch. 10,5mm Pentax: auch mit dieser Vergrößerung noch ein gutes Bild mit einigen Details in der Nebelstruktur. Alles in allem ist M42 ein phatastisches Objekt, das auch bei starker Lichtverschmutzung noch einen spektakulären Anblick bietet.

Die weiteren Objekte standen eher unter dem Motto "Suchen und Finden". NGC 2244: 35mm Celestron; Der offene Sternhaufen im Rosetta Nebel war leicht zu finden. Vom Nebel war auch mit UHC Filter nichts zu sehen.

M1: Nein, ich konnte ihn nicht sehen. Dazu war es im Garten nicht dunkel genug. Ich bin aber ziemlich sicher, daß ich die richtige Stelle hatte. Und das war auch eine Art Erfolgserlebnis.

Kurz vor 20.00 begannen vom Süden her dünne Wolken aufzusteigen.

Ein für mich neues Objekt - Lambda Ori: im 17.. Plössl der Doppelstern war deutlich getrennt. Der Größere sehr hell und fast bläulich, der Kleinere dunkler. über die Farbe des Kleineren konnte ich mich nicht ganz einigen. Er wirkte stumpf, fast bräunlich.

Vor den heraufziehenden Wolken wollte ich schnell noch M35 finden. Doch es klappte nicht auf Anhieb und dann waren die Wolken da. Fazit: wenn man sich beim Suchen beeilt, verstecken sich die einfachsten Objekte.

AHa