Name: Alexander Pikhard, Andreas Berthold.
Email: apikhard@eunet.at
Datum: 7. 3. 2000
Zeit: 18.30 bis 21.30
Ort: Sofienalpe
Instrument: 12" LX-200
Bedingungen: Durchsicht 1-2, Aufhellung 2, Seeing 1-2 (also recht gut), kaum Wolken, leider sehr starker, böiger Wind aus West.
Da der Wetterbericht eine Verschlechterung des Wetters in den nächsten Tagen angekündigt hatte, wollten wir noch rasch eine CCD-Serie absolvieren; Ziel waren die beiden Planeten Jupiter und Saturn und, wenn möglich, einige Deep-Sky-Objekte.
Obwohl es in Wien sehr gute Bedingungen gab, bot sich auf der Sofienalpe eine böse Überraschung in Form des sehr starken Windes. Da dieser auch das recht massive 12" LX-200 erschüttert, sah es bald so aus, als würden keine Aufnahmen möglich sein.
Die Planeten, das erwies sich bald, standen schon sehr tief, sodaß keine sehr guten Aufnahmen mehr möglich waren.
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Jupiter, Belichtungszeit 7/1000 Sekunden bei F=3000. Immerhin erkennt man Details in den Wolkenstreifen, aber auch Duchschnittsbildung von insgesamt 6 Aufnahmen brachte keine Verbesserung. |
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Saturn, Durchschnitt aus mehreren Aufnahmen mit 0,01 bis 0,05 Sekunden Belichtungszeit. War auch schon einmal besser. |
Eines ist klar: Die Jupiter-Saturn-Saison ist vorbei, es heißt auf den Herbst warten.
Der starke, böige Wind schien keine Deep-Sky-Aufnahmen zuzulassen. Umso erstaunlicher, daß uns wenigstens ein Objekt gut gelang: Der Eskimonebel, NGC 2392, in den Zwillingen.
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NGC 2392, Summe von drei Aufnahmen mit Belichtungszeiten von 10, 20 und 30 Sekunden (daß letztere trotz des Windes gelang, ist ein Wunder). Das, was man normalerweise im Fernrohr sieht, ist in der Mitte heillos überbelichtet. Dafür kommt der Ring um den inneren Bereich sogar mit Strukturen deutlich heraus. Im Ring erkennt man radiale Filamente, die vor allem oberhalb der Mitte sehr hell sind. |
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In diesem Falschfarbenbild, das Andreas mit dem Programm IRIS erstellt hat, kommen die Details im Ring - und auch einige in der hellen Kernscheibe - deutlicher heraus. Rot bedeutet hell, blau bedeutet schwach. |
Also doch noch einige Erfolge. Und so übel für einen der ersten Deep-Sky- CCD-Versuche sind die Ergebnisse auch nicht, vor allem, wenn man die Umstände bedenkt. Nebenbei konnten wir freisichtig ein Minimum des bekannten Veränderlichen Algol im Perseus beobachten.
APi