Name: Hans Peter Müllner
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Datum: 22.3.00
Zeit: 19:45 - 0:00
Ort: Sofienalpe
Instrument: C5 Nexstar, Bresser Refraktor 120 mm , Vixen Refraktor FH 4“ und C8
Bedingungen: wolkenlos, leichter Dunst, und am Ende fast Vollmondnacht
Bericht: Beobachter: Anneliese Haika mit Emba,Thomas Bergauer mit Freundin, Thomas Schmidt, Susi und Hans Peter Müllner
Nach kurzem Zusammenruf stand fest, daß diesmal ein Vergleichstest zwischen Vixen FH 4“ und Bresser Refraktor am Programm stehen würde. Oben angekommen ergänzte Thomas Bergauer mit seinem Nexstar 5 die Beobachterrunde.
Erstes Objekt war natürlich der Orionnebel, welcher aber schon mal besser gesehen wurde.
Mit tatkräftiger Unterstützung von Anneliese gelang es, den Eskimonebel ins Okular zu rücken. Das Sternbild Zwilling im Triton Skyatlas zu finden, ist genauso schwierig wie das Objekt danach im Sucher.
Dann spielten wir uns mit einigen Deep Sky Objekten, welche aber durch die Aufhellung des Mondes zu wenig lohnende Objekte wurden.
Es folgte ein Vergleichstest zwischen den beiden Refraktoren. Beide gaben fürs Auge fast kaum unterscheidbare Bilder ab, wobei aber der Bresser die Nase leicht vorne hat, das liegt aber wahrscheinlich an der um 18 mm größeren öffnung. In Bezug Preis-Leistung (1295 DM für TUBUS Bresser gegen 1690 DM für Vixen ) würde ich den Bresser vorziehen. Die Farbfehler eines FH- Refraktors fallen in Anbetracht des geringen Kaufpreises der Bresseroptik als nicht störend auf (könnte aber auch am verwendeten Graufilter liegen). Der Bresserrefraktor punktet gegenüber dem Vixen weiters mit einem 2“ Anschluß.
Es folgte für mich eine bittere Erkenntnis, nämlich daß ein C8 einer Chinesenoptik bei Mondbeobachtungen unterlegen ist. Der von dem Refraktor gebotene Kontrast konnte einfach nicht erreicht werden. Wie ich mein Bino noch nicht am Refraktor angeschlossen hatte, dachte ich noch an ein Unentschieden. Eine Mondbetrachtung mit Bino durch ein C8 wäre ein Hammer, doch die Stunde der Wahrheit folgte mit einem Blick durch einen Bresser Pulsar 120/1000 mm mit Bino. Bei Beobachtung durch den Refraktor wurde eine 2 fach Barlowlinse verwendet, um die Brennweitendifferenz auszugleichen und gleiche Vergrößerungen zu bekommen. Bei jeder Vergrößerung war der Refraktor schärfer und detailreicher.
Fazit: Auch „billige Geräte“ haben Ihren Himmel, wo sie ihre Stärken optimal ausspielen können. An AP: Ich weiß jetzt, wie du dich meistens bei Vergleichtests fühlst.
HPM :°-(