Name: Anneliese Haika
6. April 2000, 19.20 bis 20.10
Garten, Hietzing
Feldstecher (Leitz, 10x40)
Die Planetenjagd, oder: Saturn im Birkenzweig
Ich konnte es ja kaum glauben, aber es wurde gegen Abend hin tatsächlich klar. Also doch eine Chance auf die angekündigte Konstellation mit Mond und drei Planeten.
Um 19.20 versuche ich zunächst den Mond zu finden. Die recht dichten Zirren im Westen machen es nicht leicht, doch dann entdecke ich die dünne Sichel zunächst im FS und danach auch gleich mit freiem Auge. Um diese Zeit noch keine Chance, Jupiter zu sehen. Der Mond sitzt am oberen Rand einer ausgedehnten Zirre.
Um 19.45 versuche ich mein Glück wieder. Es ist gar nicht so einfach, eine geeignete Stelle in meinem Garten zu finden, die nach Westen hin den richtigen Blick freigibt.
Der Mond ist im FS schon als ganze Scheibe erkennbar. Fünf Minuten später finde ich Jupiter , er ist nun auch mit freiem Auge schon zu sehen. Saturn versteckt sich noch einige Minuten lang erfolgreich hinter einem einzelnen Birkenzweig. (Irgendwann werde ich zum Baummörder!) Doch dann kann ich auch diesen Planeten mit freiem Auge ausmachen. Mars ist der letzte den ich entdecke. Er ist erst nach 20.00 Uhr mit freiem Auge zu sehen.
Was mich besonders begeistert, ist, wie gut die Planeten im FS zu erkennen sind: Jupiter als große Scheibe, mit zunehmender Dunkelheit auch schon Monde erkennbar. Saturn unterscheidet sich durch die längliche Form - bedingt durch den Ring. Manchmal glaube ich sogar blickweise die Ringebene zu erkennen. (Mit Ellbogen aufstützen und Luft anhalten.) Mars wiederum ist deutlich orange-rosa.
Fazit: Diese Art der astronomischen Beobachtung hat zwar gewisse Ähnlichkeit mit einer Pirsch, macht aber wirklich Freude.
AHa