Name: Hans Peter Müllner
Datum: 9.4.00
Zeit: 20:30 - 24:00
Ort: Sofienalpe
Instrument: siehe Bericht Captain Pikhard [Anm.: Danke für die Beförderung!]
Bedingungen: siehe Bericht Captain Pikhard [Anm.: Nochmals!]
Bericht: Nach dem Ende meiner Teleskopblockade durch Thomas Weiland 8-) hatte ich kurze Höhepunkte am Mond und sonst nur nicht zufriedenstellende Deepsky – Ergebnisse.
Ich führte danach mit Hilfe von Howdii und Walter den Startest in meinem Teleskop durch. Den Stern Arktur ins Gesichtfeld in einem 7mm LV Okular (290 fache Vergrößerung bei C8) war noch die leichteste Übung. (Normalerweise soll man ja nicht einen „farbigen“ Stern einstellen, aber dieser war der hellste Stern am zirrenverhangenen Himmel.)
Eine leichte Dejustierung an meinem Teleskop war schnell festgestellt und für mich als STARTEST-Seminarist auch sehr leicht nachvollziehbar. Frischen Mutes holte ich einen Kreuzschraubenzieher und wollte mit der Dejustierung Schluß machen (vermutlich Nebenwirkungen von zuvielen Selfman – Folgen). Doch meine erste Schraubenzieherdrehung führte zu einer noch ärgeren Dejustierung. Noch kein Anflug von Panik, man hat ja zwei erfahrene Startester als Lehrer. Aber es kamen schon die ersten Schwierigkeiten, die eine Beschleunigung des Herzschlages bewirkten.
Um die komplette Performance meines SC –Teleskopes zu testen, entschied ich mich, den Startest mit Umlenkprisma durchzuführen. Doch das Zenitprisma führt dazu, daß das Ausbrechen von der Fangspiegelabschattung im defokussierten Beugungsscheibchen bei der Justierung nur sehr schwer nachvollziehbar ist. Der Schatten des Fangspiegels vollführte zunächst eine Bewegung entlang des Außenkreises des Beugungsscheibchens. Dabei konnte der Komafehler (so klar wie im Lehrbuch) beobachtet werden.
Erschwerend kommt noch dazu, daß bei der Justierung der Stern aus dem Gesichtsfeld wandert, und neu eingestellt werden muß. Einziger Vorteil: man sieht gleich, ob sich was bei der Justierung getan hat. Hat sich das Beugungsscheibchen nicht aus der Bildmitte bewegt, so kann man zu 99% Sicherheit sagen, daß keine Verbesserung eingetreten ist. Die wirkliche Hilfe von Howdii und Walter bestand darin, daß sie keine Panik aufkommen ließen, obwohl derweilen schon eine ¾ Stunde erfolglos vergangen war. Während Howdii seinen Justierlaser holte, kam ich hinter das Geheimnis der Drehung der richtigen Justierungsschrauben. Welche Schraube nun bei Verwendung eines Zenitprismas wirklich gedreht werden muß, werde ich noch in weiteren Test ermitteln, um eine Skizze anfertigen zu können. Es gelang mir, den Grundzustand meines Teleskopes zu übertreffen, aber ob ich nun eine 100% Justierung habe, kann ich auf Grund der Seeing Effekte im Tubus nicht sagen, muß auf besseres Wetter warten. In der H! ektik des Startestes beteiligte ich mich nicht bei der Anschiebeaktion für Weilands Auto (War sicher kein Racheakt für die Teleskopblockade !).
Fazit: Bei der Justierung des Fangspiegels bei einem SC Teleskop muß man auf folgendes achten:
HPM