Name: Alexander Pikhard.
Email: apikhard@eunet.at
Datum: 14. 5. 2000
Zeit: 00.15 bis 00.50
Ort: Wien Penzing
Instrument: 12" LX-200
Bedingungen: Durchsicht 1++, Aufhellung 3-4 (Stadt und Mond), Seeing 4-5.
Nach der kleinen Exkursion in den Sterngarten (s. Bericht), die eine extrem gute Durchsicht erahnen ließ, versuchte ich noch, aus der Stadt heraus einige Deep Sky Objekte zu beobachten.
Der schöne Doppelstern Beta Scorpii ließ aber erahnen, daß das Seeing extrem schlecht war. Trotzdem ...
M4: Noch nie zuvor hatte ich M4 in der Stadt beobachten können. Heute gelang es. Der diffuse Hintergrund des Haufens fehlte komplett, dafür sah man eine Reihe von Einzelsternen, die dem Objekt eher das Aussehen eines mäßig dichten, länglichen offenen Sternhaufens verliehen.
M80: Klein und sehr hell, also gut zu erkennen. Am Rand sogar aufgelöst.
M5: Prachtvoll hell und es müssen sehr viele Sterne sein, die man erkennen kann, aber das extrem schlechte Seeing verwischt den sicherlich tollen Eindruck enorm. Ohne Seeing wäre der Haufen wohl bis zur Mitte hin aufgelöst.
M10: Eine Überraschung. In ruhigen Momenten erkennt man in dem recht schwachen Haufen eine große Zahl sehr schwacher Sterne, auch bis zur Mitte hin. Die feinen Sternchen auf dem nicht völlig dunklen Hintergrund ergeben einen interessanten, sehr schönen Eindruck. Ein ähliches Bild liefert M12, der noch lockerer erscheint, fast schon wie ein dichter offener Sternhaufen.
M107 ist an der Wahrnehmungsgrenze, und an NGC5897 in der Waage bin ich gescheitert. Das ging dann doch nicht mehr.
Übrigens habe ich alle Objekte von Hand eingestellt. Ich habe mich ehrlich nicht getraut, mein LX-200 nach Mitternacht in einem Wohnhaus mit Motoren zu betreiben. Das Kreischen des Antriebes hätte in dem ruhigen Innenhof wohl für Mißstimmung gesorgt. Aber mit Sucher und Tirion kommt man ja auch rasch ans Ziel!
APi