| Beobachter: | Dr. Thomas Schröfl | ||||||||||||||||||||||
| e-Mail: | schroefl@via.at | ||||||||||||||||||||||
| Datum: | 03. 01. 2002 | ||||||||||||||||||||||
| Zeit: | 19.00 MEZ | ||||||||||||||||||||||
| Ort: | Edlach/NÖ
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| Instrument: | Nexstar 11 GPS, Feldstecher 7x56 | ||||||||||||||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Nach tagelangem Warten komme ich endlich zum first light mit meinem neuen NS11GPS und überhaupt zum ersten Beobachten mit einem Teleskop. Das intensive Studium des Handbuches hat sich bezahlt gemacht. Das Alt/Az Alignment ist rasch erledigt. Ein exaktes Alignment der beiden Referenzsterne mit dem Micro-Guide und nach zwei, drei Stunden der Austausch eines der beiden Referenzsterne ergibt eine sehr präzise Ansteuerung mit der GoTo-Funktion; bei 200x steht das angesteuerte Objekt praktisch im Zentrum. Zunächst werfe ich einen Blick auf Mars, Jupiter und Saturn und probiere die mir derzeit zur Verfügung stehenden Okulare aus (Televue Panoptic 35mm 80x, Pentax 21mm 133x und Pentax 14mm 200x) aus. Mars zeigt keine Details, was sicher nicht nur am Seeing sondern auch am Sandsturm liegt.Die Saturnringe sind gut sichtbar; die Cassini-Teilung kann ich mehr erahnen als sehen. Am Jupiter sind die großen Bänder zusehen, jedoch auch keine Details. Meiner Anfängereinschätzung nach liegt es doch wohl am Seeing. Alle Gallileischen Monde sind wie aufgefädelt in einer Reihe zu sehen. Starte den Tour-Modus und sehe mir einige interessante Objekte an. Faszinierend M42 und M43. Mit dem 35mm Televue Panoptic fantastisch detailreich. Mit dem 21mm Pentax auch sehr gut bringt aber außer Vergrößerung kaum mehr Details. Das Pentax 14mm vergrößert eindeutig zu stark. 35mm mit Lumicon UHC hebt den Nebel noch deutlicher hervor. Barnard+s Loop und Horsehead sind nicht wahrnehmbar. Man darf sich wohl am Anfang nicht gleich zu viel erwarten. Es liegt wohl auch an der nicht vollständigen Dunkeladaption (Störlicht). M1 ist zart erkennbar vor allem bei indirektem Sehen. NGC 2239, 2264, 2261, 2392 und 1499 sind nicht erkennbar. NGC 1746, 1647, M44 und M45 geben nochmals einen schönen Anblick. Irritiert bin ich jedoch etwas von den Größenverhältnissen. Nach dem Kartenmaterial und Fotos habe ich die Sterne von M45 viel näher beieinander erwartet. Ich warte noch, daß der Mond hinter den Bäumen hervorkommt, um einen Blick darauf zu werfen. Ich komme leider nur mehr kurz dazu, da meine Tochter Mariella väterliche Pflichten (Kuscheln) einfordert. Ich streife kurz über den Terminator. Mit 200x sind herrliche Details zu erkennen. Fazit: Eine äußerst gelungene 1. Nacht. Die viermonatige intensive Investition in Literatur Kurse und Vorträge (WAA) hat ebenso Früchte getragen, wie die fachkundige Beratung von Hr. Rhemann bei der Teleskopanschaffung. Kleiner Wermuthstropfen: Celestron spart sichtlich bei Kleinigkeiten. Die serienmäßige Montierung des Finders ist indiskutabel (hinten Halterung in einem Gummiring statt Schrauben !!!) - eine präzise Justierung lasse ich mir von Celestron gerne einmal vorzeigen. Daß dann auch noch aus einem Stativbein der Metallspitz herausfällt (zuwenig Kleber) ist der Drüberstreuer. Ich freue mich jedenfalls schon auf morgen falls das Wetter mitspielt. Dr. Thomas Schröfl
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