| Beobachter: | Günter Jenner | ||||||||||||||||||||||
| e-Mail: | g.jenner@chello.at | ||||||||||||||||||||||
| Datum: | 09. 01. 2002 | ||||||||||||||||||||||
| Zeit: | 17.10 MEZ | ||||||||||||||||||||||
| Ort: | Ebenwaldhöhe | ||||||||||||||||||||||
| Instrument: | 45cm Newton (Dobson, f/4.5) | ||||||||||||||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Es war eine gute Nacht. Sie wäre perfekt gewesen, wenn nicht öfter Zirren herumgezogen wären bzw. sonstige weißliche Schichten, die wie eine leichte Aufhellung an manchen Himmelsstellen erschienen. Von etwa 22:00 bis 00:00 war der Himmel aber sehr dunkel und transparent. Wien war Dank Hochnebel nur als matte Aufhellung im NO erkennbar. Das Seeing war großartig! Die Begleitumstände waren auf alle Fälle perfekt: kein Wind, trocken (mal keine angefrorenen Autofenster!)und nicht zu kalt, es war richtig "angenehm". Es lag reichlich Schnee, neben der freigeschaufelten Schneise durch den Parkplatz war der Schnee bis zu 3m aufgetürmt! (ebenso am "Nord-Weg"). Die Bergstraße war aber perfekt geräumt und gestreut worden, ich kam ohne Probleme hinauf. Wir waren gesamt 5 Sternfreunde "am Berg". Merkur (ab 17:10)war knapp über einem Hügel im SW freisichtig gut zu sehen. G76 u. G1 in M31: diese Kugelhaufen waren leicht zu sehen. Bei G76 (mag.14.2) ist eine höhere Vergrößerung notwendig, um ihn von einem knapp daneben befindlichen mag.13-Stern getrennt sehen zu können. Schwach, aber deutlich. G1 (mag.13.7)war schon bei geringer Vergrößerung leicht direkt zu sehen (siehe dazu S&T Okt. 2001, S.115-6). Natürlich waren NGC 206 in M 31 sowie Staubbänder leicht zu sehen. NGC 869/884: Wau! Prächtiger Anblick bei 69x und 1.1° Gesichtsfeld. Saturn: ein neuerliches Wau! Das Seeing und die Schärfe waren ein Traum! Bei 307x blieb das Bild fast völlig ruhig, Cassini-Teilung wie mit dem Messer ausgeschnitten, C-Ring extrem deutlich, u.a.m. 6 Monde zu sehen. Jupiter: ein doppeltes Wau! Jupiter wurde zu meinem Liebling in dieser Nacht. So viele feine Details hatte ich schon lange nicht mehr gesehen gehabt (307x). Im SEB, nahe dem ZM, war nun (21:45)der pechschwarze Schatten von Europa sehr kontrastreich sichtbar. Etwas weiter westlich ein auffälliger weißer Fleck. Besonders im NEB gab es mehrere weiße und dunkle Flecken. Zahlreiche zarte Bänder waren zu sehen. Mit Graufilter waren die Details noch kontrastreicher - ein prächtiger Anblick! Ganymed war deutlich als Scheibchen erkennbar. Trapez: bei 307x waren alle 6 Komponenten sehr deutlich sichtbar, sehr schön! E erschien mir rotbraun, F türkis oder blau. IC 342: diese Galaxie war in sternreicher Umgebung als relativ große und sehr blasse Aufhellung erkennbar. Um 00:00 baute ich meinen Dobson dann ab. Günter Jenner
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