Nach langer Zeit nahmen wir wieder einmal die liebe Gastfreundschaft von Dr. Ernst Göbel in Anspruch,
der uns die Beobachtung am Großen Refraktor der Universitätssternwarte auf Vermittlung
unseres Mitglieds Silvia Bäs-Fischlmair ermöglichte. Erfreulicherweise entwickelte sich das
Wetter ganz anders als im Wetterbericht angekündigt, nämlich sehr gut.
Unsere kleine Gruppe hatte reichlich Zeit, die Planeten Jupiter und Saturn, den Mond und sogar den
Orionnebel bei wirklich ausgezeichneten Bedingungen - auch gutem Seeing! - zu beobachten und es
gingen sich auch etliche Fotos aus.

Das riesige Fernrohr ist schon zum Himmel gerichtet

Leider streikt die Nachführung - Silvia taucht vorsichtig in den Maschinenraum.
Doch die Ursache des Problems war: Die Nachführung war nicht eingeschaltet!
Leider wurde das Problem damit nicht behoben, eine kaputte Stundenklemme
sorgte dann doch noch für eine gehörige Portion Akrobatik an dem großen Rohr.

Einen Tag später sollte diese Position einen Muskelkater zur Folge haben ...

Mühsam, mühsam. Kamera halten, Menü bedienen und gleichzeitig händisch
Nachführen ist eine Aufgabe der besonderen Art - aber auch ein gutes Training!

Während sich der nächste (Otto) verrenkt, ein prüfender Blick, ob die Aufnahme
überhaupt etwas geworden ist.

Jupiter war unheimlich bunt. Der GRF in prächtigem Lachsrot, doch die Farbe
des NEB (unten) schlägt einfach alles - so zuckerlrosa hatte dieses Band
noch niemand gesehen! Schwer, diese zarten Farben im Bild festzuhalten.
Hier das - auf 25% verkleinerte - Originalbild, Belichtungszeit 1/40s bei 100 ASA ...

... und hier die nachbearbeitete, verstärkte Version

Saturn, 1/10s bei 100 ASA

Monddetail: Der Krater Schickard

Ein weiterer Ausschnitt aus der kraterreichen Südregion des Mondes

Aristarch, Herodot und das Schrötertal
Nochmals herzlichen Dank an Dr. Göben für die nette Gastfreundschaft, es war ein sehr netter Abend!
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