Beobachtungsabend

Institut für Astronomie Wien (Universitätssternwarte), 25. 01. 2002

20020125api19.html

Beobachter:Alexander Pikhard
 
e-Mail:apikhard@utanet.at
 
Datum:25. 01. 2002
 
Zeit:19.30 MEZ
 
Ort:Institut für Astronomie Wien (Universitätssternwarte)
 
Instrument:Großer 68cm-Refraktor
 
Bedingungen:

Durchsicht:2 Freis. vis. Grenzgröße:keine Angabe
Aufhellung:2 Seeing:2
Wind:keine Angabe aus keine Angabe  
Temperatur: Luftfeuchtigkeit:
Sonstige Bemerkungen:Trotz schlechter Wettervorhersage eigentlich sehr gute Bedingungen und sehr gutes Seeing, auch, da die Kuppel gut ausgelüftet war.


 
Bericht:

Nach langer Zeit nahmen wir wieder einmal die liebe Gastfreundschaft von Dr. Ernst Göbel in Anspruch, der uns die Beobachtung am Großen Refraktor der Universitätssternwarte auf Vermittlung unseres Mitglieds Silvia Bäs-Fischlmair ermöglichte. Erfreulicherweise entwickelte sich das Wetter ganz anders als im Wetterbericht angekündigt, nämlich sehr gut.

Unsere kleine Gruppe hatte reichlich Zeit, die Planeten Jupiter und Saturn, den Mond und sogar den Orionnebel bei wirklich ausgezeichneten Bedingungen - auch gutem Seeing! - zu beobachten und es gingen sich auch etliche Fotos aus.


Das riesige Fernrohr ist schon zum Himmel gerichtet


Leider streikt die Nachführung - Silvia taucht vorsichtig in den Maschinenraum.
Doch die Ursache des Problems war: Die Nachführung war nicht eingeschaltet!
Leider wurde das Problem damit nicht behoben, eine kaputte Stundenklemme
sorgte dann doch noch für eine gehörige Portion Akrobatik an dem großen Rohr.


Einen Tag später sollte diese Position einen Muskelkater zur Folge haben ...


Mühsam, mühsam. Kamera halten, Menü bedienen und gleichzeitig händisch
Nachführen ist eine Aufgabe der besonderen Art - aber auch ein gutes Training!


Während sich der nächste (Otto) verrenkt, ein prüfender Blick, ob die Aufnahme
überhaupt etwas geworden ist.


Jupiter war unheimlich bunt. Der GRF in prächtigem Lachsrot, doch die Farbe
des NEB (unten) schlägt einfach alles - so zuckerlrosa hatte dieses Band
noch niemand gesehen! Schwer, diese zarten Farben im Bild festzuhalten.
Hier das - auf 25% verkleinerte - Originalbild, Belichtungszeit 1/40s bei 100 ASA ...


... und hier die nachbearbeitete, verstärkte Version


Saturn, 1/10s bei 100 ASA


Monddetail: Der Krater Schickard


Ein weiterer Ausschnitt aus der kraterreichen Südregion des Mondes


Aristarch, Herodot und das Schrötertal

Nochmals herzlichen Dank an Dr. Göben für die nette Gastfreundschaft, es war ein sehr netter Abend!