Beobachtungsbericht

Name : Dr. Gerhard Hobiger

Datum und Uhrzeit: 2.2.2002 20:30 – 21:30 MEZ

(Interessantes zu diesem Datum: Es ist das erste Datum seit 30.8.888 in dem nur gerade Ziffern vorkommen. Entsprechendes für ungerade Ziffern: das letzte war 19.11.1999, das nächste erst 1.1.3111)

Gerät: C8 (Baujahr 1983, noch ohne Computer)

Ort: Mödling

Seeing: 1-2 später 2, Durchsicht: 2

Jupiter: Um 20:30 Uhr war bereits Ganymed nach seiner Verfinsterung sichtbar. Bei einer Vergrößerung von 80x waren sichtbar: die beiden äquatorialen Wolkenbänder, über dem nördlichen Band ein sehr schmales und die etwas dunkleren Polkappen.

Saturn: Es waren 6 Monde sichtbar, die mit dem Planetariumsprogramm Redshift 4 identifiziert wurden: Titan (8, 18 mag),Rhea (9,56 mag),Thetis (10,06 mag),Dione (10,26 mag), Iapetus (10,97 mag) und Enceladus (11, 56 mag). Dabei war der Mond Enceladus nur blickweise sichtbar und die Monde Thetis und Dione bedingt durch die Nähe beim Saturn erst nach längerem Beobachten und "indirektes Sehen". Ansonsten war die Cassinische Trennung sehr deutlich und ein schwaches äquatoriales Wolkenband zu erkennen.

Plejaden: Sie sind für den RFA (50 x) etwas zu großflächig.

M1: Dieser Nebel war sehr enttäuschend nur als sehr schwacher Fleck indirekt sichtbar.

Orionnebel M42+M43: Dieser war dagegen eine reine Augenweide. Die Trapezsterne waren sehr schön aufgelöst, der dunkle Mittelteil eindeutig sichtbar. Nach längerem Hinschschauen, war auch die Trennung zum M43 gut sichtbar.

Pferdekopfnebel: Diesen Dunkelnebel konnte ich nicht erkennen. Er ist eben dunkel !

M41: Bei diesem offenen Haufen stechen zwei rötliche Sterne hervor. Nach Identifikation mit dem Planetariumsprogramm Redshift 4 sind es die Sterne: (Tycho2: 5961-03331-1, K3III, 6,88 mag) und Tycho2: 5961-00362-1, K0/K1 III, 7,4 mag)

M 50: Dieser in SuW 41, Nr.2, S 58-59, 2002 von M Fritz beschriebene offenen Sternhaufen ist ein wundeschöner Haufen, der einige helle aber im Hintergrund sehr viele schwache Sterne zeigt. Es sieht so aus als ob ein ganz feiner Flitter auf einem Samt liegen würde und darüber die helleren wie Perlen.

Beteigeuze (Alp Ori): Zum Abschluss betrachtete ich noch Alpha Orionis (Beteigeuze), der mich immer wieder begeistert.

Literatur: (1) Antonin Becvar, Atlas of the Heavens (Atlas Coeli, 1950.0)

Sky Publishing Corporation Cambridge Massachusetts 02238 USA, 1979

    1. Atlas of the Heavens-II Catalogue 1950.0, Publishing House of the Czechoslovak Academy of Sciences, Praha, 1964
    2. Sterne und Weltraum 41, Nr. 2, Februar 2002,Spektrum der Wissenschaft Verlagsges. MbH, Wolfurt-Bahnhof
    3. Redshift 4 USM-Verlagsges. mbH, München