| Beobachter: | Gerhard Bachmayer | ||||||||||||||||||||||
| e-Mail: | bgb@aon.at | ||||||||||||||||||||||
| Datum: | 04. 02. 2002 | ||||||||||||||||||||||
| Zeit: | 23.00 bis 01.35 MEZ | ||||||||||||||||||||||
| Ort: | Kaltenleutgeben | ||||||||||||||||||||||
| Instrument: | Portaball 12.5" | ||||||||||||||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Nach dem monatlichen Klubtreffen zeigte sich der Himmel ueber Kaltenleutgeben klar und dunkel genug um mich fuer einige Stunden hinter dem Teleskop zu ueberzeugen. Die Wettervorhersage fuer die naechsten Tage versprach ohnehin nichts gutes, sodass es galt ein bisschen auf "Vorrat" zu beobachten :-) Zum einstimmen verbrachte ich einige Zeit mit dem Orionnebel, der sich mit OIII-Filter kontrastreich im 1.6 Grad Gesichtsfeld des 30mm Widescans( 53x) praesentierte. Ich wollte einmal im Gesamteindruck ueberpruefen, welche der vielen Details in den tollen Photos dieses Emissonsnebels man mit freiem Auge sehen kann. Um es vorwegzunehmen: es lassen sich alle wesentlichen Merkmale mit etwas Geduld und Dunkeladaption wiederfinden, natuerlich nicht immer so hell wie am Photo, und auch keinesfalls so bunt. Ein pruefender Blick zu Jupiter und Saturn bestaetigte rasch was die funkelnden Sterne schon versprachen: das Seeing war unterdurchschnittlich, sodass die maximal sinnvolle Vergroesserung bei ~180x lag. Ich ging daher bald auf die Jagd nach der Nova V838Mon im Einhorn, die recht schnell "erlegt" war, da sie sich hell von den umgebenden Sternen abhob. Die Farbe war ein schoenes goldgelb mit einem Stich ins roetliche, wahrscheinlich auf die starke H-alpha Komponente im Spektrum zurueckzufuehren. Danach beschloss ich die Zeit bis zum Mondaufgang mit der Suche nach mir schon bekannten aber auch unbekannten Deep Sky Objekten zu verbringen: M35 + NGC2158,Gemini: beide schoen im Gesichtfeld des 19mm Panoptik zu sehen( 0.8 Grad, 84x). M35 gross mit vielen hellen Sternen, dazu im Kontrast der "kleine Bruder" wie hingehaucht mit sehr vielen schwachen Sternen. M46 + M47,Puppis: ebenfalls ein sehr eindrucksvolles Paar. Beide etwa gleich gross und jeder Haufen passt fuer sich gut ins Gesichtsfeld des 19mm Okulars. M46 ist sehr dicht und bietet als "Spezialitaet" einen planetarischen Nebel( NGC2438), der allerdings nicht zum Haufen gehoert. Hebt sich recht deutlich rauchig zart auch ohne Filter von M46 ab. M47 ist eine recht lockere Ansammlung recht heller Sterne. NGC2392( Eskimonebel),Gemini: sehr hell; da leider keine starke Vergroesserung moeglich war, waren nur der zweischalige Aufbau und der Zentralstern sichtbar. NGC 3242( Ghost of Jupiter),Hydra: sehr hell; runder diffuser Fleck. Hier machte sich durch die geringere Hoehe das Seeing besonders stark bemerkbar, der Zentralstern war bei 180x nicht auszumachen. NGC 3115( Spindelgalaxie),Sextans: langezogen mit dickem, hellem Zentrum und spitzen Enden. NGC 2841,Ursa Major: diffuse Ellipse mit hellem Zentrum. Ansatzweise Strukturen erkennbar( Staubband?) NGC 2683,Lynx: laenglich, fast in Kantenlage. Zentrum laenglich und hell NGC 2903,Leo: gr. laenglich diffuser Fleck mit etwas Struktur, im Nukleus kurzer Balken leicht erkennbar Inzwischen war es bereits 1:30 geworden und eingedenks des folgenden Arbeitstages beendete ich diese doch recht schoene Beobachtungsnacht.
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