| Beobachter: | Alexander Pikhard |
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| e-Mail: | apikhard@utanet.at
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| Datum: | 09. 03. 2002 |
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| Zeit: | 18.00 bis 21.30 Uhr MEZ |
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| Ort: | Ebenwaldhöhe |
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| Instrument: | 12" Meade LX-200, StarlightXpress MX916, Olympus Camedia C-3000
(für Jupiter) |
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| Bedingungen: |
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| Bericht: | Es war allen klar, daß in der Nacht von Samstag auf Sonntag
eine Kaltfront durchziehen würde, doch wann das genau sein würde,
war dem Wetterbericht leider nicht zu entnehmen (für unsere Wetterfrösche
existiert die Nacht leider nicht). Gegen 16 Uhr zeigt das Satellitenbild
die Front noch auf der Linie Salzburg - Mühlviertel, und so wagen wir
die Tour auf die Ebenwaldhöhe. Leider. Zunächst noch gute Bedingungen, windstill und nur einige Wolken tief im Westen, über denen die Venus strahlt.
Venus in der Abenddämmerung auf der Ebenwaldhöhe Doch dann kommt Wind auf. Wegen des Kometen C/2002 C1 (Ikeya-Zhang) stelle ich mich nicht auf den Parkplatz, sondern auf die "Fotografenmeile", also die Straße Richtung Ebenwaldhütte. Ein Fehler, denn hier weht der Wind um einiges stärker als auf dem - durch die Sträucher geschützten - Parkplatz. Aber immerhin, ich erwische den Kometen.
Komet Ikeya-Zhang, 20 Sekunden, f/6.3 Ich entferne die Taukappe, sie hat bei dem Wind ohnedies keinen Nutzen. Ohne Taukappe hält sich mein LX-200 mit STAR 2000 tapfer gegen den Wind, die Sterne werden zwar größer auf länger belichteten Aufnahmen, aber sie bleiben rund. So kann ich trotz heftiger Böen einige gute Aufnahmen machen. Als Dokumentation dient die folgende Aufnahme:
M42, Summe aus 10 Aufnahmen zu je 30 Sekunden Diese Aufnahmeserie hat den Sinn, möglichst viele Details herauszuholen. Ich vergrößere jedes Bild vor dem Aufaddieren um 200%, logarithmiere die Summe und verkleinere dann auf 50%. Ok, die Einzelaufnahme vom Vortag zeigt auch so viele Details, doch da war es windstill! Gut gemacht, STAR 2000!
NGC 1973-75-77, 8 x 60 Sekunden, f/6.3 Ähnlich entstand die Aufnahme des "Apeman"-Nebels. Daß hier nicht mehr drauf ist, "verdanke" ich den bereits aufziehenden Cirren. Aber wieder geht es mir darum, die runden Sterne hervorzuheben. Es gab während dieser 10 Minuten sehr heftige Böen, 2 Aufnahmen habe ich wegen leichter Fehlern ausgeschieden. Diese Nebel sind blau, der nachfolgende ...
NGC 2264, 7 x 60 Sekunden, f/6.3 ... Nebel im offenen Sternhaufen NGC 2264 ist rot, kommt daher wesentlich weniger gut heraus. Ich gebe es jetzt auf, mit F=1890mm aufzunehmen und mache noch ein paar Aufnahmen mit dem 50mm Normalobjektiv an der CCD-Kamera:
M41 im Großen Hund, 60 Sekunden
Milchstraße im Einhorn mit M50, 60 Sekunden
Rosetten-Nebel NGC 2244, 3 Minuten Leider ist auch das Seeing nicht sehr gut. Doch einen Versuch mit Jupiter unternehme ich, weil der Anblick so schön ist: GRF nahe der Scheibenmitte. Die auffällig symmetrische Stellung der Monde kann ich so leider nicht festhalten.
Jupiter, 1/30s durch 17mm Pentax, Olympus Camedia C-3000 bei 400 ASA Fazit: Wäre ich doch nur auf die Sofienalpe gefahren ... |
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