Beobachtung

Brunn an der Wild, 11. 03. 2002

20020311wpa19.html

Beobachter:Wolfram Patzl
 
e-Mail:wpatzl@utanet.at
 
Datum:11. 03. 2002
 
Zeit:19.00 bis 20.30 MEZ
 
Ort:Brunn an der Wild
Geogr. Länge:48:39:30
Geogr. Breite:15:31:50
Seehöhe:580
System:

 
Instrument:Feldstecher 15x50,kleines Teleskop Konus 500
 
Bedingungen:

Durchsicht:1 Freis. vis. Grenzgröße:keine Angabe
Aufhellung:keine Angabe Seeing:keine Angabe
Wind:leicht aus NE  
Temperatur:3 °C Luftfeuchtigkeit:
Sonstige Bemerkungen:


 
Bericht:

Nachdem ich es in den letzten Tagen nicht geschafft habe von zu Hause aus den Kometen zu sichten, habe ich mich heute auf den Weg nach Brunn an der Wild (ca. 20 km östlich von Horn, NÖ) gemacht. Ein Platz den ich schon öfters besuchte, da das Licht von Horn hier besser abgeschirmt ist, aber man eine herrliche Sicht nach allen Seiten hat.

Nach einigem suchen hatte ich dann auch schnell den Kometen mit dem Feldstecher gefunden. Sehr schön anzusehen mit einem deutlich erkennbaren relativ langen Schweif. Freisichtig war er nur zu erahnen und nur ein kleines verwaschenes Pünktchen. Erst gegen Ende meiner Beobachtung - und wie sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten - hat man ihn schneller entdeckt. Mit meinem kleinen Teleskop - natürlich kein Vergleich mit den Geschützen, mit denen Alex auffährt - konnte man dann auch sehr schön den Schweif beobachten.

Übrigens Geschütz: Kleiner Nachteil dieses Platzes ist der relativ nahe gelegene Truppenübungsplatz Allentsteig. Just an diesem Abend mußten die Kerle eine Nachtübung abhalten! Schon mal im Zuge einer Beobachtung eine sogenannte "Gefechtsfeld-Aufhellungsrakete" gesehen? (Für alle nicht Bundesheer-Geschädigten: Das ist eine Leuchtrakete, die mit einer Pistole abgeschossen wird, und dann SEHR langsam an einem kleinen Fallschirm zur Erde sinkt. Das Ding leuchtet mächtig hell und halt eben auch lange.) Die haben scheinbar nur an ihre kleinen Kriegsspielchen gedacht, und die Raketen ziemlich in Richtung Komet geschossen. War zwar einige Kilometer entfernt, aber trotzdem sehr störend.

Deswegen habe ich mich dann ein wenig Jupiter, Saturn dem Orionnebel und den Plejaden zugewandt. Ebenfalls sehr lohnende Objekte in dieser Nacht - die immer kälter wurde.

Bevor ich dann von einem eventuellen Spürtrupp gefangengenommen wurde, habe ich mich gegen 20:30 Uhr auf den Weg nach Hause gemacht. Werde mich mal in den nächsten Tagen an diesem Platz an ein paar Fotos probieren.