Fernsehaufnahmen für Wien Heute

Kahlenberg, 22. April 2002

Text: Alexander Pikhard
Fotos: Andreas Berthold

Allmählich wird die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie auf für die Medien ein wichtiger Partner in Sachen Astronomie; vor allem rund um den Astronomietag 2002 und den derzeit stattfindenden Planetenreigen gab es einige Kontakte; doch am meisten freuten wir uns, als und Dr. Norbert Fiala von Wien Heute kontaktierte, um mit uns einige Szenen für den Wetterbericht von Wien Heute zu drehen, in dem er auch auf den Planetenreigen eingehen wollte.

Doch zunächst lautete die Herausforderung: Wie können wir möglichst viele Mitglieder mit Fernrohren bis zu eine Woche in Bereitschaft halten, bis das Wetter paßt? Wir konnten es! Unserem Aufruf folgten trotz Arbeitstags viele, denen an dieser Stelle recht herzlich gedankt sei.

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Sehr zur Verwunderung der zufällig anwesenden Passanten und Touristen ("Are you watching a solar eclipse?")  bauten wir ein kleines Teleskoptreffen auf der neu renovierten Aussichtsplattform hoch über Wien auf. Leider war es so dunstig, daß nur die höchsten Gebäude aus dem Dunst ragten - fast erinnerte der Blick an Los Angeles!

Einige hatten Sonnenfilter mit, sodaß wir auch ein paar Blicke zur Sonne wagen konnten und zu unserem großen Erstaunen feststellten, wie aktiv sie noch ist - zahlreiche Gruppen mit zum Teil sehr großen Flecken waren zu erkennen.

Primär fungierten wir als Hintergrund für den Moderator, der - unterstützt von einer unserer bewährten Starry Night-Grafiken - die Sichtbarkeit der Planeten erläuterte.

Dann galt es natürlich, ein paar telegene Handgriffe an den Instrumente zu tätigen - nun, erstaunlich, welch wichtige Rolle auch funktionslose Tasten und Schalter auf dem Handset plötzlich spielen können.

Jedenfalls kam in dem Beitrag heraus, daß es auch in Wien eine sehr aktive Szene von Freizeitforschern gibt, die auch nicht böse sind, wenn Interessenten des Weges kommen und einmal einen Blick durchs Fernrohr riskieren möchten.

So kommen wir, vor allem dank Sendungen wie dieser, unserem selbst auferlegten Bildungsauftrag auch gut nach; und obwohl der Beitrag eigentlich nichts mit dem Astronomietag am vergangenen Wochenende zu tun hatte - er lag ganz in dessen Sinn, denn letztendlich sind wir alle Vertreter der Astronomie, Lobby für eine der faszinierendsten Wissenschaften.

Dr. Fiala hat mich dann noch gefragt, was die Faszination an Astronomie als Freizeitbeschäftigung ausmacht. Wir erklärten das so: In kaum einer anderen Naturwissenschaft ist es so leicht und relativ erschwinglich, aktuelle Forschung mitzuerleben oder nachzuempfinden. Kaum jemand wird sich ein aufwendiges chemisches, physikalisches, pharmazeutisches oder gentechnisches Labor daheim aufbauen (können). Doch was braucht man für Astronomie? Ein gutes Fernrohr - heute Massenware und damit im Vergleich wesentlich billiger als vor einigen Jahrzehnten - und aktuelle Informationen, also das Internet. Und gute Anleitung, und dazu gibt es uns.
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