| Beobachter: | Alexander Pikhard |
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| e-Mail: | apikhard@utanet.at
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| Datum: | 05.01. 2002 |
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| Zeit: | 20.00 bis 23.45 MESZ |
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| Ort: | Sofienalpe |
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| Instrument: | 12" Meade LX-200, StarlightXpress MX916 mit 50mm und 135mm Objektiv
und am LX-200. Olympus Camedia C-3000. |
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| Bedingungen: |
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| Bericht: | Das anhaltend schöne Wetter untertags läßt eigentlich
keinen Zweifel offen: Heute ist ein Tag zum Beobachten! Und so wundert es
auch nicht, daß heute viele Beobachter mit ihren Instrumenten auf
die Sofienalpe gekommen sind. Es wird ein richtiges kleines Teleskoptreffen.
Ein herrlicher Sonnenuntergang leitet den Abend ein, wenig später wird schon eifrig nach Merkur gesucht. Nach und nach kommen die Planeten aus der Dämmerung
heraus. Venus, klar, dann auch schon Jupiter. Dann Merkur. Die Instrumente
mit Goto-Montierung hatten ihn schon lange aufgespürt und dienen jetzt
als Visierhilfen für Feldstecher und freisichtige Beobachtung. Er erscheint
schwächer als am Vortag. Wahrscheinlich Dunst am Horizont. Dann ist
auch schon Saturn zu sehen, und wenig später Mars. Was für ein
Anblick.
Gegen 21.30 Uhr MESZ gelingt dann die folgende Aufnahme mit 16 Sekunden Belichtungszeit bei 400 ASA und f=28mm äquivalent. Wunderschön, wie die Farben der einzelnen Gestirne herauskommen. Doch dann die eigentliche Sensation. Während Merkur noch tief am Horizont steht, schwenke ich auf die Koordinaten von C/2002 F1 (Utsunomyia), und zu meinem großen Erstaunen kann ich den Kometen visuell im 21mm Pentax am 12" LX-200 ohne Probleme als kleines, bläuliches, diffuses Objekt ausmachen. Da muß die CCD-Kamera her, mit dem 135mm Tele huckepack montiert. Eine 10s-Aufnahme -- ein deutlicher, geteilter Schweif! Kein Vergleich zu gestern. Jetzt gehen alle auf Kometenjagd.
C/2002 F1 (Utsunomiya), links 20s mit StarlightXpress MX915 20 Sekunden 135mm Tele, rechts 10 Sekunden mit StarlightXpress MX 200mm Tele (Andreas Berthold). Dann geht es an den zweiten Kometen, C/2002 C1 (Ikeya-Zhang); er steht sehr hoch und wird im Verlauf der Nacht noch freisichtig.
C/2002 C1 (Ikeya-Zhang), links 60s mit StarlightXpress MX915 20 Sekunden 135mm Tele, rechts 10 Sekunden mit StarlightXpress MX 200mm Tele (Andreas Berthold).
Links M13, 1 Minute lang belichtet, rechts M104 (Sombreronebel), 3 x 2 Minuten lang belichtet.
Links M100, 7 x 2 Minuten lang belichtet, rechts M66, 5 x 2 Minuten lang belichtet. Trotz des Windes also doch recht passable Ergebnisse,
nur bei den helleren Sternen sieht man, daß es zu Nachführproblemen
gekommen ist. Doch mit der sehr schnellen Einstellung - und hinreichend
hellen Leitsternen (was vor allem bei M100 ein Problem ist) hält STAR2000
den Kurs wie die Enterprise in einem Ionensturm.
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