CCD-Abend, Planetenreigen und ein Komet

Sofienalpe, 07. 05. 2002

20020507api20.html

Beobachter: Alexander Pikhard
e-Mail: apikhard@utanet.at
Datum: 07. 05. 2002
Zeit: 20.00 bis 22.45 MESZ
Ort: Sofienalpe
Instrument: 12" Meade LX-200, StarlightXpress MX916 mit 50mm und 135mm Objektiv und am LX-200. Olympus Camedia C-3000.
Bedingungen:

Durchsicht: 1
Freis. vis. Grenzgröße: 5.0
Aufhellung: 2 Seeing: 2

Wind: fallweise aus S
 
Temperatur: 15 °C


Sonstige Bemerkungen: zeitweise Cirrusfelder

Bericht: Noch einmal Planetenreigen, auch wenn die Bedingungen nicht ganz so optimal sind. Aber der Wetterbericht läßt für die nächsten Tage nicht so gute Bedingungen erwarten. Heute ist es ja noch recht schön, wenngleich dichte Cirren zeitweise stören.
Bei den Planeten hat sich einiges verändert: Merkur ist deutlich schwächer geworden und Venus, Mars und Saturn sind so eng zusammengerückt, daß sie auf einmal ins Gesichtsfeld des Feldstechers passen. Ein sehr schöner Anblick, zumal die Farben der drei sehr unterschiedlich sind.
Im Fernrohr gibt nur Jupiter ein einigermaßen gutes Bild ab, mit vielen Wolkenstreifen. Venus ist sehr hell, ihre Phase schon deutlich. Mars ist zu klein und zu tief für irgendein Detail und auch Saturn zeigt nur mehr ungern die Cassini-Teilung und Titan. Merkur, mit sehr geringer Flächenhelligkeit, hat eine sehr auffällige Sichelphase, Oberflächendetails sind wegen des Seeing aber nicht zu erkennen. Immerhin gelingt die folgende Aufnahme durch das 21mm Pentax-Okular:


Merkur, Digitalkamera durch 21mm Pentax am 12" LX-200, 1/15s bei 100 ASA

Gegen 21.20 Uhr MESZ gelingt dann die folgende Aufnahme mit 10 Sekunden Belichtungszeit bei 400 ASA und f=28mm äquivalent. Wunderschön, wie die Farben der einzelnen Gestirne herauskommen.

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Dann geht es zu C/2002 C1 (Ikeya-Zhang), er ist immer noch sehr hell (ca. 6mag), rund, groß und diffus. Im Fernrohr (40mm Pentax) erkennt man einen leichten Schweifansatz, auf der CCD-Aufnahme mit dem 135mm Tele huckepack am LX-200 erkennt man in erster Linie die große, runde Coma. Belichtungszeit: 60 Sekunden.



Zum Abschluß noch eine visuelle Tour mit M3, M13 und M57, doch beim Anblick von M3 kann ich nicht widerstehen und montiere doch noch einmal die CCD-Kamera, diesmal fokal bei F=3000mm am LX-200 und belichte M3 20 Sekunden lang.