| Beobachter: | Anneliese Haika |
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| e-Mail: | a.haika@gmx.at
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| Datum: | 16. 05. 2002 |
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| Zeit: | 21.45 bis 23.25 MESZ |
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| Ort: | Wien, Hietzing |
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| Instrument: | C8, Feldstecher 10x40 |
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| Bedingungen: |
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| Bericht: |
Endlich kam ich wieder dazu, von zu Hause aus zu beobachten. Schon in der Dämmerung versuchte ich den Komten in der Nähe von M13 zu entdecken. Um ca. 21.45 gelang mir dann der erste Blick im Feldstecher: zuerst M 13 und zwei Grad davon entfernt der etwas großflächigere Komet Ikeya-Zhang. Beide waren gut im Gesichtsfeld des Feldstechers zu sehen. Um 22.00 hatte ich dann mit dem Umweg über M13 den Komet im C8 (35mm Okular). Zunächst dachte ich, der Komet hätte ein sternförmiges Zentrum, doch nach einiger Zeit war es klar, daß der Komet nur zufällig genau über einem schwachen Hintergrundstern gestanden hatte. Es war erstaunlich, zu sehen, wie schnell der Komet sich bewegt. Daher versuchte ich, die Bewegung in einer Skizze festzuhalten. Dazwischen wollte ich sehen, was der Himmel in Wien so alles kann. Ich stellte M 99 und M100 ein (beide hatte ich noch nie vorher gesucht). Da sie neben einer sehr markanten Sterngruppe stehen, sind beide leicht zu finden, doch sie waren leider nicht zu sehen. Vielleicht hätte ich später in der Nacht, mehr Glück gehabt, doch da hätte ich das Teleskop an einer anderen Stelle aufbauen müssen (oder das Haus abtragen!). So bleib es bei einem ersten Versuch. Mehr Glück hatte ich bei dem Kugelsternhaufen M 53. Da konnte ich schon meiner Zeichnung im Karkoschka Atlas folgen und damit war er nicht schwer zu finden. Dann probierte ich noch ein weiteres, für mich neues, Objekt aus: M64, die Galaxie mit dem schwarzen Auge. Sie ist etwas lichtstärker als M 99 und M 100 und war daher erstaunlich gut zu sehen. Direkt sah sie eher klein und nur leicht länglich aus. Mit indirektem Sehen, konnte ich recht weite Ausläufer erkennen. Wirklich nicht schlecht für Wien! Den Abschluß bildete ein letzter Blick auf den deutlich weitergewanderten Komten Ikeya-Zhang.
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