| Beobachter: | Schröfl/Berthold/Grandy | ||||||||||||||||||||||
| e-Mail: | schroefl@via.at | ||||||||||||||||||||||
| Datum: | 19. 06. 2002 | ||||||||||||||||||||||
| Zeit: | 19.30 MESZ | ||||||||||||||||||||||
| Ort: | Ulrichskirchen NÖ
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| Instrument: | Optolyth Refraktor 100/700mm, | ||||||||||||||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: |
Schon seit einer Woche ist mit Ludwig für heute in seinem Garten in Ulrichskirchen das first light für meinen neuen Refraktor geplant. Liebenwürdigerweise hat auch Andi sein Kommen zugesagt, um mir eine erste Einweisung in der Benutzung der GP-Montierung und des Skysensors zu geben. Nach einem strahlend blauen und heißen Tag zieht gegen Abend leider etwas Bewölkung auf. Bei Bratwürstel vom Grill warten wir die Dämmerung ab und hoffen auf ein Abziehen der Bewölkung. Gegen 21:00 beginnen wir mit dem Aufbau. Zu unser aller Verwunderung läßt zunächst die Positioniergenauigkeit sehr zu wünschen übrig. Die Steuerung trifft das gewählte Objekt nicht einmal annähernd. Was wir auch probieren der Skysensor will einfach nicht so wie er soll. Wir finden uns zunächst damit ab und peilen als erstes Objekt den Mond an und probieren alle Okulare durch (35mm Panoptic, 21, 14 und 10,5 Pentax). Die Qualität von Refraktor und Okularen beeindruckt uns alle. Dann kommt der vor allem von Ludwig schon lange ersehnte Blick durchs Baader-Bino; wie immer eine neue Qualität des Sehens. Da mit meinem bisherigen Okularbestand, abgestimmt auf das C11, am Refraktor bei einer Vergrößerung von 100x Schluß ist, habe ich mich nach längerem Überlegen für das Televue Nagler Zoom 3-6mm entschieden, wie sich nun zeigt eine gute Entscheidung. Vor allem Andi, der über ausreichend Erfahrung mit Televue Nagler Okularen verfügt, attestiert ihm eine hervorragende den Festbrennweiten gleichwertige optische Leistung in allen Brennweitenbereichen; und in Summe gesehen deutlich billiger als drei Radian-Okulare, abgesehen vom eingesparten Platzbedarf im sowieso schon vollen Zubehörkoffer. Nach einer kurzen Pause zur Flüssigkeitszufuhr, die wir auch zum Studium der Gebrauchsanleitung für den Skysensor nutzen, lüftet sich dann schlagartig das Geheimnis der falschen Positionierung. Man soll eben nicht geographische Länge und Breite verwechseln. Die eingegebenen Koordinaten waren irgendwo zwischen Südjemen und Somalia; liegt eh+ gleich neben Ulrichskirchen. Also neu initialisiert und siehe da der Skysensor geht ja doch und das punktgenau. Rasch gelingt uns noch ein Blick auf M13 und M57, die nun exakt angefahren werden, dann macht die Bewölkung wieder dicht und wir beschließen den Abend zu beenden. Besten Dank an Ludwig für die Einladung und Bewirtung und an Andi für den Einführungslehrgang in +parallaktische Montierung und Skysensor+. Ich glaube im Namen aller sagen zu können: es war ein netter Astroabend.
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