Sonne

Wien 21, 19. 06. 2002

20020619wvo07.html

Beobachter:Wolfgang Vollmann
 
e-Mail:vollmann@gmx.at
 
Datum:19. 06. 2002
 
Zeit:07.55 MESZ
 
Ort:Wien 21
 
Instrument:Newton 10/45cm, 45x, Baader-Sonnenfilterfolie
 
Bedingungen:

Durchsicht:keine Angabe Freis. vis. Grenzgröße:keine Angabe
Aufhellung:keine Angabe Seeing:keine Angabe
Wind:keine Angabe aus keine Angabe  
Temperatur: Luftfeuchtigkeit:
Sonstige Bemerkungen:


 
Bericht:

Heute Morgen haben wir es nicht nur schön warm in der Sonne; sie zeigt auch einige kleine Flecken (21) und insgesamt zähle ich 5 Fleckengruppen: also eine Relativzahl von 71.

Besonders interessant ist heute ein größerer Fleck mit Umbra und Penumbra nahe dem Ostrand der Sonne. Er zeigt schon bei 45x deutlich das Wilson-Phänomen: die zur Mitte der Sonnenscheibe gerichtete Hälfte der Penumbra ist sehr schmal, die nach aussen gerichtete viel breiter. Dieser Effekt kann perspektivisch gedeutet werden: die dunkle Umbra ist viel tieferliegend als die hellere Penumbra des Flecks. Da die Sonne keine feste Oberfläche hat, sagt man heute genauer dass die Strahlung der Umbra aus tieferen Schichten stammt als die der Penumbra. Es wird in den nächsten Tagen sicher interessant, den Richtung Sonnenmitte rotierenden Fleck weiter zu beobachten: der Effekt sollte abnehmen und in der Mitte unsichtbar werden.

Das zur Beobachtungszeit passende SOHO-Sonnenbild ist hier: SOHO-Sonnenbild.