7. Niederösterreichisches Teleskoptreffen

1. Mai 2003 - Beobachten, so lange es noch geht

Der Wetterbericht für dieses Wochenende ist nicht allzu optimistisch, aber für die Nacht vom 1. auf den 2. Mai sind die Aussichten nicht ganz hoffnungslos. Daher beschließe ich, schon am Donnerstag zum 7. NTT zu fahren, wo sich einige wenige ebenfalls schon eingefunden haben.

Der Nachmittag und Abend kann getrost unter das Motto gestellt werden, "herausholen, was noch herauszuholen ist". Offizielles Programm gibt es noch keines, also geht es rein ums Beobachten.


Cirren lassen nichts gutes ahnen. Sollte der Wetterbericht immer dann stimmen, wenn das Wetter mies wird?

Natürlich ist die Sonne das erste Beobachtungsobjekt, bestaunt nicht nur von den anwesenden Beobachtern, sondern auch von Ausflüglern.

Aufbau der ersten Instrumente im "High-Tech-Eck" und Vorbereitung auf die Sonne. Die Dobsonauten lachen. Am Abend werden sie ihre Instrumente in ein bis zwei Minuten aufgestellt haben. Unsereins, mit voll digitalisiertem SCT, arbeitet eine halbe Stunde, bis irgendwas geht.
Erste Blicke zur Sonne, die sich an diesem Wochenende ungewöhnlich aktiv zeigt. Fein. Vor allem eine wunderschöne, große Fleckengruppe mit vielen Details.
Zwischen all dem Herumwerken an den Instrumenten muss sich doch auch ein Nickerchen ausgehen ...
Noch ist es taghell, und trotzdem wird schon Jupiter aufgenommen. Noch sind die Bedingungen sehr gut. Noch ...
Unentwegte lassen doch zumindest ein kleines Teleskoptreffen entstehen.

Leider entwickelt sich die Beobachtungsnacht nicht so gut wie vorhergesagt. Immer mehr Beobachter verlassen die Ebenwaldhöhe, und als gegen 23 Uhr der Himmel komplett dicht macht, geben auch die letzten zwei Stationen auf.

Text und Fotos: Alexander Pikhard