1. Beobachtungsbericht

Großengersdorf, 23. 05. 2003

20030523fsc23.html

Beobachter:Peter F. Scherz
e-Mail:scherz.peter@gmx.at
Datum:23. 05. 2003
Zeit:23.00 bis 01.00 MESZ
Ort:Großengersdorf
Instrument:LX 200, 3'' Newton
Bedingungen:

Durchsicht:gut (2)
Seeing:gut (2)

Bericht:

Premiere: mein erster Beobachtungsbericht! Das Beobachtungsteam: Dieter Staudinger, Julia Braunstorfer, Peter F. Scherz und Mäuse.

Unseren Beobachtungsplatz haben Dieter und Julia entdeckt + nicht weit von Deutsch Wagram liegt Großengersdorf. Am Ende der Kellergasse befinden sich Weingärten, dort kann man ungestört beobachten... oder auch andere Dinge tun, aber dazu gleich.

Unser Beobachtungsabend hatte für uns besonders drei Höhepunkte bereit:

1: Höhepunkt: Bestand genau genommen in der Verhinderung eines solchen + wir überraschten nämlich ein Liebespaar, das unseren Beobachtungsplatz eben für andere schöne Dinge nutzte. Nachdem wir konsterniert und sie völlig überhastet (ich erspar euch die Details) mit quietschenden Reifen die Flucht ergriffen + konnten wir erstaunt (+was erleben Astronomen bei Beobachtungen noch so...+) und guter Laune unsere Fernrohre aufstellen.

2. Höhepunkt: Kaum hatten wir alles hergerichtet, tauchte von Süden kommend um 23:07 die ISS auf. Sie flog als grell leuchtender Punkt bei Jupiter vorbei und zog eine wunderschöne Bahn nahe dem Zenit. Die helle Erscheinung beeindruckte uns sehr!

3. Höhepunkt: Diesen konnte leider nur der Verfasser beobachten. Ich betrachtete mit viel Genuss M13 im Fernrohr, trotz Stadtnähe konnte ich die Sterne gut ausmachen und ließ mir dafür auch Zeit. Das war mein Glück, denn während meiner Beobachtung kreuzte eine Sternschnuppe genau M13!!! Welch unglaublich schönes und doch so kurzes Himmelsschauspiel!!

Die weitere Zeit nützten wir für einen Messiere-Spaziergang. So wanderten wir an M81 und M82 vorbei und entdeckten auch M5. Leider blieb uns aufgrund immer schlechter werdenden Seeings (so konnten wir nicht wirklich die Hausaufgaben von der Sternguckerschule in der Jungfrau erledigen) und meines schlechter werdenden Gesundheitszustandes (Allergie + überall hohe Gräser...) nicht mehr viel Zeit.

Trotz allem fuhren wir dann um 1.00 Uhr zufrieden nach Hause.