| Beobachter: | Alexander Pikhard | ||||
| e-Mail: | apikhard@utanet.at | ||||
| Datum: | 03. 06. 2003 | ||||
| Zeit: | 04.25 bis 05.00 MESZ | ||||
| Ort: | Wien 14 | ||||
| Instrument: | 12" Meade LX-200, Philips ToUCam Pro | ||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: |
Den Aufruf, heute früh aufzustehen und rechtzeitig ins Büro zu fahren, zu befolgen, macht mir eine Amsel vor meinem Schlafzimmerfenster nicht schwer. Sie kann nicht ahnen, dass sie meinem Wecker nur 5 Minuten zuvor gekommen ist. Schon am späten Abend habe ich mein Fernrohr am Wohnzimmerfenster in Stellung gebracht und das Fenster in dieser windstillen, milden Nacht auch geöffnet gelassen, damit nur ja kein Seeing in der Früh entsteht. Der Plan, vor einem verfrühten Aufbruch ins Büro gleich den Mars zu beobachten, war nämlich schon bei der Heimfahrt von unserem Astro-Treff entstanden. So ist es denn noch recht nachtschlafen, aber nicht überall, der Verkehrslärm war für diese Zeit recht auffällig. Der Himmel ist schon recht hell und ohne Hilfe meiner Goto-Montierung hätte ich den Mars gar nicht mehr so leicht gefunden. Ein Blick durchs Okular (21mm Pentax): Begeisterung! Das Seeing ist zwar nicht so gut wie erhofft, aber Mars ist schon eindrucksvoll groß, zeigt eine deutliche Phase und die südliche Polkappe ist nicht zu übersehen. Der Rest der Scheibe ist ziemlich eintönig gelblichrot. Ein Staubsturm??? Starry Night sagt nein, es ist die helle Tharsis-Region (Olympus Mons müßte im Zentralmeridian stehen, aber davon sieht man im Fernrohr bekanntermaßen nichts). Die WebCam wird angeschlossen. Eine Videosequenz bei normaler Brennweite (3m) zeigt rasch, dass Mars doch zu klein ist. Also setze ich die 2x Barlowlinse ein. Jetzt ist Mars fast so groß wie Jupiter ohne Barlowlinse, das geht. Leider wirkt sich das Seeing enorm aus. Also mache ich ein paar Sequenzen, und eine davon hat ca. 300 Frames zu je 1/25s brauchbare Bedingungen, so dass die Ausarbeitung ein akzeptables Bild ergibt. Fazit: Meine erste Marsaufnahme in dieser Sichtbarkeit, leider wegen des Seeings und des unspektakulären Zentralmeridians nicht berauschend, aber brauchbar. |