Mond und Jupiter

Sofienalpe, 04. 06. 2003

20030604api20.html

Beobachter:Alexander Pikhard
e-Mail:apikhard@utanet.at
Datum:04. 06. 2003
Zeit:20.45 bis 22.00 MESZ
Ort:Sofienalpe
Instrument:12" Meade LX-200, Philips ToUCam pro
Bedingungen:

Seeing:gut (2)
Temperatur:20 °C
Wind:leicht aus W
Bemerkungen:Ganz leichte Bewölkung und dämmerungsbedingt noch recht hell

Bericht:

Der Mond steht nahe bei Jupiter und der laue Abend lädt ja doch zum Beobachten ein, auch wenn gerade keine besondere Himmelserscheinung lockt.


Laue Abendstimmung auf der Sofienalpe. So klein ist der Mond mit Weitwinkeloptik!

Schon knapp nach Sonnenuntergang ist der Mond ein lohnendes Objekt. Nach ein paar Schnappschüssen mit der Digitalkamera am 40mm Pentax-Okular beginne ich, mit der WebCam zu experimentieren.


Mond in der Dämmerung


Etwas später entsteht dieser DigiCam-Schnappschuss ...
 

... und etliche dieser WebCam-Aufnahmen, jeweils gestackt aus ca. 250 Einzelbildern. Man beachte in dieser Aufnahme den interessanten Doppelstrahl bei Messier A am rechten Bildrand etwas oberhalb von der Bildmitte.
 

Ich nehme nicht den ganzen Terminator auf, sondern nur die südlichen Teile. Daraus entsteht dieses Bildmosaik. Man beachte das Rheita-Tal.

Nach der von Michael Karrer vorgestellten Technik montiere ich das Mosaik in die DigiCam-Aufnahme (eine Mosaikkontur lasse ich absichtlich stehen, damit man die Grenze erkennt). So entsteht ein gut aufgelöstes Bild vom Mond. Auf Farbe verzichte ich, die wäre sehr schwer abzustimmen gewesen.

Alle Bilder sind hier verkleinert wiedergegeben.

Auch das aschgraue Mondlicht hat es mir angetan. In Verbindung mit dem nahe stehenden Jupiter ergibt sich ein wunderschöner Anblick, der sich fotografisch leider nicht gut festhalten lässt.


Jupiter und Mond

Im 40mm Pentax-Okular ist das aschgraue Mondlicht sehr detailreich und auch gut im Bild festzuhalten, wenn man die beleuchtete Seite des Mondes nur ordentlich überbelichtet.

Später überkommt mich die Lust zum Experimentieren und ich montiere die oben gewonnene Montage (DigiCam-Bild plus WebCam-Mosaik= noch einmal in diese überbelichtete Aufnahme. Da entstehen zwar einige kontrastbedingte Artefakte, aber interessant ist es allemal.

Zum Abschluss noch ein Blick zum Jupiter. Unerwarteter Weise ist er trotz seiner geringen Höhe noch recht ruhig und daher widme ich ihm auch noch einmal eine WebCam-Sequenz. Beim Stacken merke ich, wie klein der Planet jetzt schon erscheint.

Ich kann es nicht lassen und bilde Mars, den ich am Vortag aufgenommen habe, in gleichem Maßstab (3m Brennweite) ab. Nein, Mars steht nicht so nahe bei Jupiter, das ist eine Montage aus zwei Aufnahmen (Mars am Morgen des 3., Jupiter am Abend des 4. Juni, als Größenvergleich).

Noch ein Blick zu Gamma Virginis - im 14mm Pentax ist er noch zu trennen - und zu Gamma Leonis, dann baue ich ab. Deep Sky ist um diese Jahreszeit unter der Woche leider kein Thema ...