| Beobachter: | Gerhard Bachmayer | ||||||||||||||
| Datum: | 05. 08. 2003 | ||||||||||||||
| Zeit: | 02.00 bis 03.30 MESZ | ||||||||||||||
| Ort: | Kaltenleutgeben | ||||||||||||||
| Instrument: | Portaball 12.5"/F5 | ||||||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Jetlag kann manchmal auch sein Gutes haben. Nach vier Wochen USA/Alaska Aufenthalt wachte ich Dienstags morgens um 1:30 auf und war putzmunter. Ein pruefender Blick zeigte eine warme, klare und etwas dunstige Nacht - der erfahrene Beobachter schliesst daraus: klare Sache, Planetenwetter. Mars stand strahlend hell schon recht hoch im SSO, also wurde mein Teleskop flugs auf die Terrasse befoerdert und das Laptop angeworfen. Waehrend der Abkuehlzeit besuchte ich einige alte Bekannte, M57, M13, M27 usw. Epsilon Lyra war sauber getrennt und die vier Sterne zeigten bei hoher Vergroesserung schoene Beugungsscheibchen - das Seeing duerfte also so uebel nicht sein. Natuerlich erwartete ich in der Hoehe des Mars etwas staerkere Luftunruhe, ein erster Blick zeigte aber, dass immer wieder laengere Perioden mit geringen Turbulenzen eine wunderschoene Beobachtung mit bis zu 400x Vergroesserung zuliessen. Die Polhaube hob sich hell von der fast vollen Planetenscheibe ab, auch die Mare Sirenium und Mare Cimmerium waren gut mit deutlichen Strukturen erkennbar. Der leichte Dunst wirkte ein wenig wie ein Neutralfilter, sodass sich der Planet - bei entsprechender Vergroesserung - angenehm beobachten liess. Ich schoss mehrere Webcamsequenzen zu je 600 Frames, abwechselnd mit Orangefilter bzw. Infrarotfilter. Die orangegefilterten Frames verwendete ich als L-Komponente fuer ein LRGB Komposit, die "richtigfarbigen" Frames dienten als Farbinformation. Gerhard Bachmayer |