Urlaubs-Beobachtung

Thomas Dalton Park, Fairy Meadow, Wollongong, Australien, 25. 08. 2003

20030825lma22.html

Beobachter:Familie Baumann, Jenny Braun, Paul Brown, Laurie Marshall
Datum:25. 08. 2003
Zeit:22.40 bis 23.30 UT
Ort:Thomas Dalton Park, Fairy Meadow, Wollongong, Australien
Instrument:Orion 10inch Dobsonion, Deep space explorer und ein Meade 10inch f/4,5
Bedingungen:

Durchsicht:gut (2)
Seeing:gut (2)
Temperatur:12 °C
Wind:maessig

Bericht:

In der letzten Woche unseres Australienurlaubes, gelang es uns mit dem ortsansässigen Amateur Astronomie Klub in Verbindung zu treten. Ein kurzer Anruf genügte, und schon fanden sich zwei Stunden später zwei nette Mitglieder (Laurie Marshall und Paul Brown) des WAAC(!) (http://www.users.bigpond.com/paul.b) am vereinbarten Treffpunkt ein. Der Treffpunkt war beim Parkplatz eines Surfclubs am Strand von Wollongong. Wollongong, eine Stadt südlich von Sydney, war auf Grund eines Stromausfalles durch Sturmschaden zum Glück für uns nur teilweise beleuchtet. Sehr laut war das Brechen der Brandung zu hören, was für uns eine eigenartige Stimmung schuf. Spannend war für uns die Kontaktaufnahme mit den beiden Amateur Astronomen auf einem einsamen und dunklen Parkplatz. Noch dazu, wo uns einer der beiden wegen der Kälte und des Windes, vermummt begrüßte. Beide waren allerdings sehr nett und erklärten uns in einer für uns leider immer noch unverständlichen Sprache (Aussie English) den südlichen Sternenhimmel. Wir pendelten zwischen den beiden Teleskopen hin und her, und durften eine große Anzahl von beeindruckenden Sternenhaufen (M23, M26, M11, M7), Doppelsterne und Nebel (M8) sehen. Zwischendurch immer wieder ein Blick zum Mars, wo schon einige Strukturen sichtbar waren. Wirklich erstaunt hat uns die Geschwindigkeit, mit der die beiden, ohne Computer oder anderen technischen Hilfsmitteln ihre Teleskope neu positionierten. Ob Galaxien (M31) oder Sterne (Achernar, Antares), ein kurzer Blick in den Himmel, das Teleskop geschwungen, ein Blick durch das Sucherfernrohr (eines mit Laser-Kreuz), und schon war das Objekt durchs Okular zu bewundern! Wir sind kaum mit dem Schreiben mitgekommen (was in der Dunkelheit nicht sehr leicht war), merken hätten wir uns sicher nur einen Bruchteil können. Der krönende Abschluss war ein Gruppen-Foto unter dem Kreuz des Südens, das Paul Brown fotografierte, assistiert von Laurie Marshall, der unsere Gesichter mit rotem Licht durch schwenken einer Taschenlampe beleuchtete. Noch warten wir auf dieses Bild, aber mit dem Computer und einem guten Bildbearbeitungsprogramm sollte es doch möglich sein, das hinzukriegen. Es war ein gelungener, interessanter Abend mit neuen Astronomie-Freunden!