| Beobachter: | Alexander Pikhard | ||||||||||||||
| Datum: | 26. 08. 2003 | ||||||||||||||
| Zeit: | 20.30 bis 23.00 MESZ | ||||||||||||||
| Ort: | Sofienalpe | ||||||||||||||
| Instrument: | 12" Meade LX-200, StarlightXpress MX916, Philips ToUCam Pro | ||||||||||||||
| Bedingungen: |
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| Bericht: |
Ein sehr klarer Nachmittag verheisst einen schönen Beobachtungsabend, und trotz Mars-Stress (TV-Aufnahmen am Vortag, Sternabend am nächsten Tag) beschliesse ich, heute einmal in Ruhe zu beobachten. Bald stellt sich heraus, dass es sehr klar wird, die Durchsicht sehr gut. In grösserer Höhe ist auch das Seeing gut, wie ein Blick zu Epsilon Lyrae zeigt. Während sich Andreas, der auch hier ist, mit seinem Dobson visuell auf die Jagd macht, nütze ich die Zeit, bis Mars aufgeht, für RGB-CCD-Aufnahmen. Ich mache mich zunächst an M13, eigentlich nur zum Test. Die Sterne sind, auch dank meines neuen Motorfokussierers, gestochen scharf. Ich nehme je eine Serie zu 10 x 10 Sekunden auf, das genügt bei diesem Objekt für einen Test. Der Rest ist Nachbearbeitung. Durch das gute Seeing animiert, wage ich mich an ein anderes, viel schwierigeres Objekt: M17. Der Nebel steht tief über Wien, ob das etwas werden kann? Es kann. Mit drei Serien von 10 x 20 Sekunden, von denen ich aber die schlechtesten Bilder aussondere, entsteht das folgende Bild. Nicht schlecht für einen Test so nahe bei der Stadt. Und gut, dass ich mich an diesem Abend den Deep Sky-Objekten zugewandt habe, bei dieser Durchsicht wäre schade darum gewesen. Und vor allem deshalb: Kaum ist Mars einigermassen gut über dem Horizont, setzt Föhn ein und das Seeing wird radikal schlechter. Visuell waren noch einige Details zu erkennen, doch mit der WebCam nehme ich nur mehr Gewabbere auf. Lediglich ein Bild kann ich - auch als abschreckendes Beispiel - veröffentlichen. Eine tolle Nacht, in der der Star des August ausnahms- und verdienterweise nicht die Nummer eins war. |