| Beobachter: | Anneliese Haika |
| Datum: | 13. 09. 2003 |
| Zeit: | 19.00 bis 21.15 MESZ |
| Ort: | Sandl bei Freistatt |
| Instrument: | |
| Bedingungen: |
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| Bericht: | Trotz des sehr schlechten Wetters machte ich mich am Samstag Nachmittag auf den Weg nach Oberösterreich. Über Gerald Rhemann hatten wir eine Einladung zur Eröffnung der neuen Sternwarte in Sandl bei Freistatt erhalten. Die Fahrt durch den Regen war nicht sehr angenehm, aber der Weg ist bei normalem Wetter gar nicht so weit, wie man glauben könnte. Ich würde schätzen, daß es von Wien aus unter normalen Bedingungen ca. 2 1/2 Fahrstunden sind. In Sandl ist die neue Sternwarte Freiwald leicht zu finden: man biegt im Ort in den Güterweg Rindlberg ein und nach ca. 2 km sieht man links schon die Kuppel. Heribert Wagner und Egon Döberl begrüßen mich herzlich. In der Sternwarte waren etwa 15 Gäste schon eifrig beim Fachsimpeln und Feiern und Gerald Rhemann zeigte einige seiner fantastischen Bilder in einem Album. Die Sternwarte besteht aus einem Turm mit einer 5m Kuppel darauf. Der Raum unter der Kuppel - das Erdgeschoß sozusagen - bietet erstaunlich viel Platz zum Aufwärmen, für Computerarbeit oder eben zum Feiern. Die eindrucksvolle Kuppel ist innen ganz aus Holz gebaut und macht dadurch einen sehr gemütlichen Eindruck. Es handlet sich dabei um (eine der letzten) Zeisskuppeln, die Heribert Wagner per LKW aus Deutschland geholt hat. Zwei ehemalige Arbeiter von Zeiss wurden "mitgeliefet". Sie halfen beim Zusammenbau, denn die Kuppel war ein Bausatz! Jedes der zahllosen Querbretter mußte zugeschnitten und angenagelt werden. Man wird schon müde beim Zuhören. Die Säule in der Kuppel war provisorisch nur von einigen kleineren Fernrohren besetzt. Der 40 cm Spiegel, der hier seinen Platz finden wird, war noch nicht fertig justiert. Im nächsten Jahr ist vielleicht ein noch größeres Gerät geplant. Nach der Besichtigung der Kuppel und ein bißchen Plaudern gingen wir in die Scheune des benachbarten Bauernhofs, wo wir Bilder vom Bau der Sternwarte sehen konnten. Es ist beeindruckend, zu sehen, wie in nur etwas mehr als einem Jahr in 1500 Arbeitsstunden diese Sternwarte von einigen begeisterten Amateurastronomen und deren Helfern gebaut wurde. Danach zeigte Gerald Rhemann seine Ton-Dia-Schau, die uns aus der Scheune in die Weiten des Alls entführte. Danach war es für mich Zeit, wieder aufzubrechen. Im nächsten Sommer wollen wir einen WAA Ausflug nach Oberösterreich machen - da wird diese Sternwarte sicher ein Fixpunkt der Reise. Ich gratuliere Egon Döberl und Heribert Wagner zu der tollen Leistung und wünsche ihnen viel Glück mit der neuen Sternwarte. Anneliese Haika |