| Beobachter: | Anneliese Haika |
| Datum: | 21. / 23. 09. 2003 |
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| Ort: | Malta |
| Instrument: | 12,7 cm Maksutov-Cassegrain |
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| Bericht: | Vom 18. bis 25. September verbrachte ich eine Woche auf Malta, wo ich Schüler auf einer Sprachwoche begleitete. Günther Eder aus Mariazell, der einige maltesiche Amateurastronomen bereits kennt, stellte den Kontakt zur Astronomical Society of Malta (ASM) her, die mich darauf hin zweimal einluden. Am Sonntag (21. September) Abend wurde ich vom Schriftführer des Vereins, Alex Pace, abgeholt und wir fuhren zum Dingli Cliff, wo ich Tony Tanty, den Presidenten von ASM, und seine Freindin Josette kennenlernte. Alex hatte ein 12,7 cm Maksutov-Cassegrain mitgebracht und wir begannen zu beobachten. Mars stand natürlich hier viel höher am Himmel als in Wien. Die Polkappe war deutlich zu sehen, ebenso einige dunkle Flecken. Dingli Cliff liegt an der Südküste Maltas, daher war der Himmel Richtung Süden sehr dunkel. Skorpion und Schütze standen hoch über dem Horizont und die Milchstraße war bis zum Schwan wunderschön hell zu sehen. Wenn man nach Norden, also über die Insel, blickte, war das schon eine andere Gechichte: der Himmel ist dort so lichtverschmutzt wie in Wien. ich konnte den Kontrast kaum glauben - hier ein freisichtiger Lagunennebel, dort Stadtlichter und nur die hellsten Sterne sichtbar. Wir beobachteten einige Deep-Sky Obekte, wie zB. M4, M8, M7 und M57. Mit einem zweiten Blick zum Mars beendeten wir nach etwa eineinhalb Stunden die Beobachtung. Am Dienstag (23. September) war ich eingeladen, beim Vereinstreffen über Amateurastronomie in Wien zu sprechen. ASM trifft sich im gebäude der German-Maltese Circle in Valetta, der Hauptstadt Maltas. Der German-Maltese Circle hat seinen Sitz in einem der alten Stadthäuser, das vermutlich auf die Zeit der Malteser Ritter zurückgeht, als die Stadt La Valetta gebaut wurde. Das Treffen fand in einem prächtigen Festsaal statt, mit Sternen als Deckengemälde und Kristallluster. Mit meinem Laptop kam ich mir fast ein bisschen wie in der falschen Zeit vor. Etwa 20 Leute besuchten das Treffen. Tony Tanty begann mit einer Priesverleihung. Vier Kinder nahmen ihre Preise in einem Mars Zeichenwettbewerb, den ASM organisiert hatte, entgegen. Danach präsentierte ich eine kleine astronomische Sightseeing Tour durch Wien und erzählte von den Aktivitäten der WAA. Nach meinem Vortrag plauderten wir über unsere beiden Vereine. In vieler Hinsicht sind die Aktivitäten von ASM unseren serh ähnlich. Auch sie organisieren öffentliche Beobachtungsabende und sich mußten ebenfalls mit einer wahren Mars-mania am 27. August fertig werden. So wie wir hat auf ASM keine eigene Sternwarte. Genaue Informationen über ihre Aktivitäten findet man auf der Homepage der ASM. Ich möchte mich bei Tony Tanti und den Mitgleider des Vereins herzlich für die Gastfreundschaft bedanken. Es war sicher nicht mein letzter Besuch auf dieser schönen Insel.
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