Im Rahmen eines festlichen Empfangs und unter Anwesenheit von viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft - allen voran Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach - feierte die neueste Produktion des Zeiss Planetariums Wien, "Projekt Mars", am 2. Dezember 2003 Premiere. Der Event war ein Who-is-who der heimischen Weltraumtechnik, die in dem ESA-Projekt Mars Express auch stark vertreten ist.
Zur Show selbst. Die beeindruckende Show trägt die unvergleichliche Handschrift von Ivo Filatsch und kann daher als mehr als einstündiges, dreidimensionales Empfinden von Modern Times in seinem besten Stil bezeichnet werden. Harry Halas, Ivo Filatsch, Wolfgang Feigl haben einen Soundtrack zusammengestellt, der passender nicht sein könnte und das Zeug zum Kassenschlager hätte (Trackliste siehe Homepage des Planetariums). Und spätestens wenn Ernst Meincke, Synchronsprecher von Captain Picard in der deutschen Übersetzung von Star Trek - The Next Generation, das Wort ergreift, wähnt man sich endgültig an Boder der Enterprise. Angelika Lang, Ö3-Moderatorin und zweite Sprecherin in der Show, passt mit ihrer charakteristischen Stimmlage ebenfalls exzellent zum getragenen, ruhigen und dennoch extrem spannenden Charakter dieser Show.
Alle Aspekte des Mars werden behandelt; von den fundamentalen in Form der Keplerschen Gesetze - die in einer bemerkenswerten Videosequenz noch nie zuvor derart spannungsgelanden präsentiert werden - über den Science Fiction Boom, ausgelöst durch Orson Welles' Hörspiel, vergangene und laufende Weltraummissionen bis zu Spekulationen über bemannte Marsflüge und Terraforming wird kein Thema ausgelassen. Und so manche Überraschung regt nachhaltig zum Nachdenken an, doch so viel soll hier auch nicht verraten werden. Harry Halas und Ivo Filatsch haben es geschafft, in relativ kurzer Zeit das vollständigste Bild des Mars zu zeichnen, das bislang präsentiert wurde. Subjektive Gesamtbeurteilung daher: Sehenswert, und zwar mehr als einmal!
Die anschliessende Premierenparty bei Live-Musik und Buffet verdient den Titel "Event" in dessen typischer Bedeutung. Und da, wie zu erwarten war, alles gut gelaufen ist, war die Stimmung gelöst, die Atmosphäre trotz der zahlreichen Gäste familiär. Monika Fischer brillierte als Gastgeberin, die auch bei fast 300 Personen nicht den Überblick verliert.
Gratulation an Peter Habison und sein Team zu diesem Event, der Persönlickeiten aus unterschiedlichsten Bereichen zusammengebracht hat, und zu dieser Show, die Bildungsinhalte in einer Form verpackt, die selbst Bildungsmuffel nach mehr verlangen lässt.
Offizielle Bilder wird es auf der Homepage des Wiener Planetariums, www.planetarium-wien.at, zu sehen geben.
Alexander Pikhard.